3. Februar 2020 / Allgemeines

„Bauernmilliarde“ für Beckumer Landwirte ein Unding

Beckumer Junglandwirte

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Die große Koalition reagiert auf die Demonstrationen der Landwirte, indem sie innerhalb von vier Jahren eine Milliarde Euro für Investitionen bereitstellen will. Dabei ging es den Bauern gar nicht um mehr Geld.

Die Beckumer Junglandwirte, Pascal Plum, Michael Tigges und Andreas Willenbrink, fühlen sich von der Entscheidung des Koalitionsausschusses der Bundesregierung, eine „Bauernmilliarde“ auszugeben verspottet und sind ärgerlich über diese Aktion. „Daran kann man erkennen, dass die Politiker den Landwirten in den vergangenen Wochen in keiner Weise zugehört haben“, so Andreas Willenbrink. Den Landwirten war es in den letzten Monaten wichtig, für mehr Wertschätzung ihrer Arbeit und einen fairen Umgang zu kämpfen. „In unseren Augen versucht die Politik jetzt jedoch nur die vorhandenen Probleme mit Geld zu vertuschen“, so Michael Tigges und das ist keinesfalls im Sinne der Akteure.

Verteilt man die Milliarde über vier Jahre auf die rund 266.000 Betriebe in Deutschland, so fließen jedem Betrieb 950 Euro im Jahr zu. Wie soll das eine Hilfe dabei sein, mit den erhöhten Auflagen umgehen zu können, fragen sich die örtlichen Landwirte. „Eins darf nicht vergessen werden“, so Pascal Plum, durch die Auflagen kommen Investitionskosten in Höhe von mehreren 10.000 Euro auf die landwirtschaftlichen Betriebe zu.  Spezielle was die Düngeverordnung angeht, haben die Landwirte von „Land schafft Verbindung“ einen Vorschlag für die Politik, wie die angekündigte „Bauernmilliarde“ besser verwendet werden könnte, denn dieser Betrag würde ausreichen, um eine eventuelle Strafzahlung an die EU zu leisten. Dadurch könnte ein Zeitaufschub von drei Jahren und zwei Monaten erreicht werden, in dem eine fachlich richtige und praxisnahe Düngeverordnung ausgearbeitet werden könnte. „Damit wäre allen Landwirten geholfen“, da sind sich die Beckumer Junglandwirte sicher. In ihren Augen ist es an der Zeit, dass die Politik endlich ihre Fehler eingesteht und die Probleme an der Wurzel anpackt, um nachhaltige Lösungen zu finden. „Die Landwirte haben schon längst verstanden, dass ein „immer weiter so“ nicht zielführend ist und sind mehr denn je bereit für mehr Umwelt- und Gewässerschutz. „Aus unserer Sicht ist es an der Zeit, statt ein "Schweigegeld" zu zahlen, konstruktive Gespräche über die Zukunft der heimischen Landwirtschaft zu starten“, so Andreas Willenbrink.

 

Von: Elisabeth Eickmeier

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