Die Chancen auf die Sichtung von Sternschnuppen stehen bei entsprechenden Wetterbedingungen Anfang Mai ganz gut. Denn dann erreichen die sogenannten Eta-Aquariiden, eine Häufung von Meteoren, ihren Höhepunkt. Das Maximum wird in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai erwartet, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz, erklärt: «Man kann auch einige Tage vorher beobachten, aber nach diesem Datum fällt die Aktivität rasch ab.» Die darauffolgende oder übernächste Nacht seien noch geeignet, um nach Sternschnuppen Ausschau zu halten. Die Eta-Aquariiden sind abgesplitterte Bruchstücke des Halleyschen Kometen. Es handelt sich um schnelle Meteore, die mit rund 65 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen. Die Aquariiden scheinen aus dem Sternbild Wassermann zu kommen, deshalb ihr Name. Da das Sternbild erst am Ende der Nacht am Südosthorizont erscheint, seien Beobachtungen auch dann erst sinnvoll, rät Pilz. Mondlicht stört jedenfalls dieses Jahr zum Höhepunkt nicht. Von Deutschland aus könnten von einem dunklen Standort aus 10 bis 15 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein - die meisten laut Pilz allerdings nur schwach. In Teilen des Landes könnte das Wetter mitspielen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt es im äußersten Südosten vom Berchtesgadener Land etwa bis Passau gute Chancen auf einen Blick in einen wolkenfreien Himmel. Auch vom Norden von Rheinland-Pfalz nach Nordrhein-Westfalen könne es Wolkenlücken geben. Im übrigen Süden dagegen seien die Chancen schlecht, sagte ein DWD-Sprecher. Und auch der Norden sei vermutlich raus. «Da zieht ein Tief drüber.»
Bildnachweis: © Matthias Balk/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Sternschnuppen am Maihimmel: Die Eta-Aquariiden kommen
Bruchstücke des Halleyschen Kometen sind in den kommenden Tagen zu beobachten - wenn das Wetter passt. Ihren Höhepunkt haben die Aquariiden in der Nacht auf den 6. Mai.
Meistgelesene Artikel
Neuer Radweg, breitere Fahrbahn und Kreisverkehr: Das plant die Stadt ab Sommer 2026 für mehr Sicherheit auf der B58.
Ein Kleinkind verstarb nach schwerem Unfall. Polizei ermittelt weiter.
Ein Fahrer gab falsche Personalien an und besitzt keinen Führerschein. Ermittlungen laufen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. April 2026
Rettungsversuch für Buckelwal frühestens am Samstag
Seit 18 Tagen liegt der Buckelwal fest – Helfer setzen alles daran, das Tier mit einer aufwendigen Aktion aus der Bucht vor Poel zu retten. Wie es dem Wal aktuell geht und wie die Pläne aussehen.
- 17. April 2026
Limo, Tiefkühlpizza, Wurst - für Kinder besonders schädlich?
Hochverarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Wurst sind bei Kindern oft beliebt. Doch wer zu viel davon isst, kann dick werden. Fachleute erläutern, welche Folgen das noch haben kann.
- 17. April 2026
Stechmücken in Island entdeckt - große Folgen fürs Ökosystem
Island war einer der wenigen Orte der Erde, die von Stechmücken verschont waren. Dass die Blutsauger jetzt auch dort gefunden wurden, ist für Forscherinnen Teil eines größeren Wandels in der Arktis.





