Bei Rekordniederschlägen und Überschwemmungen sind in Hongkong mehr als 100 Menschen verletzt worden. Zudem seien mindestens zwei Menschen bei den schweren Unwettern ums Leben gekommen, berichtete die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» am Freitag unter Berufung auf die Polizei. Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion sprach von «extremen Bedingungen». Schulen blieben geschlossen, Unternehmen wurden aufgefordert, ihren Mitarbeitern frei zu geben. Die starken Regenfälle begannen bereits am Donnerstagabend. In der Nacht zum Freitag registrierte die Wetterwarte in Hongkong dann einen neuen Regenrekord. Am Hauptsitz des Observatoriums wurden innerhalb einer Stunde 158,1 Millimeter Regen pro Quadratmeter gemessen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1884. Es wurde eine «Schwarze Warnung» für weitere starke Regenfälle herausgegeben. In sozialen Netzwerken wurden Bilder von vollgelaufenen Tiefgaragen und überfluteten U-Bahn-Stationen geteilt. Zahlreiche Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse. Auch kam es zu Erdrutschen. Regierungschef John Lee sprach auf Facebook von einem «Jahrhundertregen» und rief die Bevölkerung auf, möglichst nicht vor die Tür zu gehen. Auch in der benachbarten chinesischen Metropole Shenzhen kam es zu extremen Regenfällen und Überschwemmungen. Erst am Wochenende hatte der Taifun «Saola» die Region mit heftigen Regenfällen und Sturmböen heimgesucht. Anders als jetzt beim Regensturm, hatten die Behörden jedoch lange im Voraus vor «Saola» gewarnt.John Lee auf Facebook: «Jahrhundertregen»
Bildnachweis: © Daniel Ceng/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Über 100 Verletzte nach Rekordregen in Hongkong
Straßen verwandeln sich in reißende Flüsse, U-Bahnhöfe laufen voll Wasser. Die chinesische Sonderverwaltungsregion ist nach den heftigsten Regenfällen seit 1884 praktisch zum Erliegen gekommen.
Meistgelesene Artikel
Minijob im Housekeeping
Nach mehr als fünf Jahrzehnten endet im Haus Köller in Beckum eine lange Gastronomietradition. Familie Rau hofft, noch einen Nachfolger zu finden.
Die Umleitung führt über die Dyckerhoffstraße und die Ennigerstraße!
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. August 2026
Je schneller Wälder brennen, desto intensiver brennen sie
Verheerende Waldbrände wie in der Eifel-Region kennen Regionen wie Kanada und die USA schon deutlich länger. Forscher haben diese untersucht – und haben auch Botschaften für Europa.
- 16. August 2026
Gesundheitsrisiko Waldbrand: Wieso der Rauch gefährlich ist
Waldbrände hinterlassen verheerende Schäden – und die können beim Menschen sogar langfristige Folgen haben. Kleine Feinstaubpartikel können tief in die Lunge und sogar ins Blut gelangen.
- 16. August 2026
Fußgänger im Verkehr: 130 Jahre nach dem ersten Todesfall
Der Unfall geschah in Schrittgeschwindigkeit. Trotzdem starb Bridget Driscoll am 17. August 1896 als erste Spaziergängerin unter den Rädern eines Autos. Wo heute noch Fußgänger gefährdet sind.





