1. August 2018 / Allgemeines

Wegeseitenränder vielfältig und naturgemäß gepflegt

Blühende Wegeseitenstreifen

Wegeseitenränder vielfältig und naturgemäß gepflegt

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Wer in diesen Tagen durch die Beckumer Bauernschaften fährt, dem fallen etliche blühende Seitenränder am Wegesrand auf. Teilweise wurden nur die Bankettbereiche direkt am Wirtschaftsweg gemäht, manchmal ergänzend zusätzlich noch ein Streifen entlang des Ackers. Und an einigen Stellen blühen auch einzelne schöne Stauden. Sie wurden vom Schnitt verschont.

Dieses „neue Schnittmuster“ ist Teil des Pilotprojektes „Ökologisch orientierte Pflege von Wegeseitenrändern“, welches von den Städtischen Betrieben Beckum seit diesem Jahr beispielhaft in Vellern, aber auch an anderen geeigneten Abschnitten umgesetzt wird. Der Schwerpunkt liegt auf den Wegeabschnitten, in denen im Vorjahr noch eine wertvolle blütenreiche Flora kartiert wurde. Dort und anderswo Blüten und damit Insektenreichtum zu entwickeln, diesen städtischen Randstreifen in der Landschaft ihre ursprüngliche Bedeutung für den Naturhaushalt ein wenig zurückzugeben, sind Ziele des Projekts.

Dabei wurden zunächst die Mäher auf 10 bis 12 Zentimeter Schnitthöhe eingestellt, um das Bodenleben zu schonen. Generell wird so spät wie möglich geschnitten. Dabei haben die Bankette hinsichtlich der Verkehrssicherheit Vorrang, randliche Flächen können schon einmal bis in den Juli oder sogar bis September stehen bleiben. Martin Burmeister und Markus Hustemeier auf den Mähfahrzeugen lassen so durch zeitlich- und/oder räumlich gestaffelten Schnitt ein vielfältiges Mosaik entstehen, das Blütenpflanzen und Insekten den ganzen Sommer über Lebensräume bietet. An einigen Stellen haben jedoch Anlieger die Wegeränder noch selbst – oft sehr früh – gemäht. Auch diese werden aufgefordert, sich an den Zielen des Projektes zu orientieren und naturschutzorientiert mitzumachen.

Die Blüten- und Insektenvielfalt an den Wirtschaftswegen erfreut zudem viele Radtouristen und Spaziergänger, die die Landschaft um Beckum für die Naherholung nutzen. Unterstützung erhalten die Beteiligten dabei von etlichen Landwirten, die ebenfalls wegebegleitend Blühstreifen eingesät und damit der Natur auch auf ihren Flächen Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt haben. Gemeinsam kann so ein Mehrwert geschaffen werden.

Bei Fragen und Anregungen zum Projekt wenden Sie sich bitte an Heinz-Josef Heuckmann im Fachdienst Umwelt und Grün der Stadt Beckum unter 02521-29370 oder per E-Mail an heuckmann@beckum.de.

 

Die Fotos der Stadt Beckum zeigen einen blühenden Wegeseitenstreifen, welcher Vielfalt für die Natur bedeutet und Blüten der Wilden Möhre – Nahrungsgrundlage zahlreicher Insektenarten.

 

 

Quelle

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