10. März 2019 / Allgemeines

Polnische Messe in Beckum: Jubiläumsfeier am 30. März

Seit 30 Jahren

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Dass es in der Beckumer St. Stephanus Kirche Messen in polnischer Sprache gibt, ist vielleicht nicht jedem bekannt. Diese Tradition wird allerdings seit 30 Jahren gepflegt und am 30. März mit einem Festgottesdienst, der um 16 Uhr stattfindet, gefeiert.

„Die erste polnische Messe fand in Beckum am 23. März 1989 statt, erinnert sich Barbara Robbert, die wie andere Menschen, die hierherkommen, polnische Wurzeln hat und schon seit Jahren in Deutschland lebt. Zu den Gottesdiensten, die in polnischer Sprache gehalten werden, kommen rund 50 bis 70 Personen. Dabei kommt der Kaplan, Rafael Swatek, von der polnischen, katholischen Mission aus Recklinghausen und das immer am letzten Samstag im Monat. „Die polnischen Lieder, die wir singen, erinnern uns an unsere Heimat“, erzählt Barbara Robbert.

Die Menschen, die die Messe in Beckum besuchen kommen nicht nur aus der Wersestadt sondern auch aus Hamm, Oelde, Neubeckum und Stromberg. „Die Christmette, Taufen, Kommunion, Firmung oder auch Ehevorbereitung finden in Recklinghausen statt und bis zum Jahr 1998 gab es dort auch eine polnische Religionsstunde, in der über Gott oder auch den Inhalt der Bibel gesprochen wurde.

„Wir freuen uns, in einer so schönen Kirche, wie der St. Stephanus Kirche unseren Gottesdienst feiern zu können“, betont eine Gruppe von Kirchenbesuchern, die sich regelmäßig zusammen mit dem Pfarrer, nach der polnischen Messe, zu Kaffee und Kuchen im Pfarrzentrum trifft. Anfangs fand die Messe in der Martinskirche statt, dann in der Liebfrauenkirche, später in der Siechenhauskapelle und seit rund fünf Jahren in der Propsteikirche. „Die deutsche Gemeinde ist offen für uns und sehr hilfsbereit“, betonte Kaplan Swatek. „Wir sind eine Minderheit, denn die Kinder sind größtenteils eingedeutscht und gehen beispielsweise mit den Klassenkameraden zur Kommunion“, erzählt Barbara Robbert. Sie findet es schön, dass der polnische Pfarrer in der Weihnachtszeit die Familien besucht und mag auch die Tradition, dass Babys mit einem Jahr, im Gegensatz zur deutschen katholischen Kirche, noch einen Segen erhalten.

Zu dem Jubiläumsgottesdienst, der in polnischer Sprache abgehalten wird, sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen.

 

Von Elisabeth Eickmeier

 

 

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