22. Mai 2023 / Lokales

Spektakuläre Rettungsaktion: Feuerwehr rettet Fisch aus dem Kollenbach

Artgerechte Bergung eines Welses

Am Freitag, 19. Mai 2023, ereignete sich am frühen Abend ein außergewöhnlicher Feuerwehreinsatz am Kollenbach, in der Nähe des Edekaparkplatzes, Richtung Ostwall/ Richtersgasse in Beckum.

Der Feuerwehr wurde eine "Tiernotlage" gemeldet. Einsatzleiter Manuel Flüggen erkannte die Dringlichkeit der Situation und holte den Brandoberinspektor Stephan Wiegeler zur Unterstützung hinzu, um eine artgerechte Rettung des Tieres sicherzustellen. Stephan Wiegeler, erfahrener Angler mit Bundesfischereischein, ist somit extra aus der Freizeit hinzugekommen, um bei dem Einsatz zu helfen.

Bei dem geretteten Fisch handelte es sich um einen Wels, der sich vermutlich aus einem der umliegenden Baggerseen verirrt hatte und im flachen Kollenbach festsaß. Der Raubfisch hätte hier nicht genügend Nahrung finden können und wäre, hätte er sich selbstständig befreien können, wahrscheinlich bis zum Wehr in Ahlen gelangt und dort verendet. 

Die Rettung des Fisches erfolgte mit besonderem Fokus auf eine artgerechte Bergung. Der Wels wurde behutsam mit einem speziellen Handschuh zwischen den Reißzähnen gepackt und anschließend in eine Wanne mit Wasser gelegt, um ihn umzusiedeln. Es wurde geprüft, ob das Tier etwas im Maul hatte. Plastik hatte sich in den Kiemen verfangen und wurde sofort entfernt, um weitere gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Dank des beherzten Eingreifens der Beckumer Feuerwehr konnte der Fisch gerettet werden und wird nun in seinem neuen Lebensraum, einem Privatsee in Neubeckum, optimale Bedingungen vorfinden.

Bei dem Raubfisch handelte es sich mit etwa einem Meter Länge übrigens um einen Jungfisch. Welse können bis zu drei Meter lang werden und finden sich in fast allen Baggerseen in unserer Umgebung, einschließlich Tuttenbrock- und Phönixsee.

Der Vorfall verdeutlicht erneut die Problematik von Umweltverschmutzung und die Auswirkungen auf die Tierwelt. Plastikverschmutzung stellt eine echte Bedrohung dar! Jeder Einzelne kann dazu beitragen, das Leben und den Lebensraum der Tiere zu schützen und zu bewahren.

Fotos: 1 und 2, Familie Stolp aus Beckum
Fotos: 3 und 4, Feuerwehr Beckum

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