7. Juli 2017 / Allgemeines

Erlebnisreise in verborgene Orte: die Phoenix-Steinbrüche

Diese Exkursion war eine vielfältige Erlebnisreise in die Welt der Steinbrüche.

Erlebnisreise in verborgene Orte: die Phoenix-Steinbrüche

Am Ende waren sich die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: Diese Exkursion war eine vielfältige Erlebnisreise in die Welt der Steinbrüche des Zementwerks Phoenix. Heiko Schlinkert von der Firma Phoenix und Heinz-Josef Heuckmann, Leiter des Fachdienstes Umwelt und Grün, zeigten von der Steinbruchplanung über den Abbau bis zu Rekultivierung/Renaturierung und Folgenutzung die ganze Bandbreite des Themas Steinbrüche in Beckum.

 

Heiko Schlinkert legte die Unterschiede der Arbeit in den Steinbrüchen von den Anfängen 1914 bis heute dar. „Verborgene Orte: Steinbruch Phoenix“, diesen Titel trug die Exkursion zu Recht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die hohen Abbauwände mit der charakteristischen Beckumer Schichtenfolge betrachten, die im Normalfall unzugänglich sind. Außerdem erfuhren sie, dass die Natur rasch versucht, sich Flächen zurückzuerobern, auch wenn der Mensch mit dem Abbau in Natur und Landschaft eingreift. Rohrkolbenbestände in Flachwasserbereichen und Pionierpflanzen wie Huflattich konnte Heinz-Josef Heuckmann als Anzeiger einer beginnenden Neubesiedlung benennen. Aber auch Tiere wie der Flussregenpfeifer, der in den Steinbrüchen seine Eier ablegt und seine Brut aufzieht, sind Zeichen der sogenannten Sukzession. In den Randbereichen geht die Entwicklung dann mit Gehölzen und Saumbiotopen weiter.

 

Die Folgenutzung des Steinbruchs ist unterschiedlich: Einen Teil nimmt die im Bau befindliche B 58 n auf, ein anderer Teil wird aufgefüllt und zu landwirtschaftlichen Nutzflächen. In weiten Teilen aber kann sich die Natur entfalten. Ein kleiner See, ein naturnahes Fließgewässer und großflächige Sukzessionsbereiche sollen hier zu einem Paradies für Artenvielfalt werden.

 

Wie das aussehen kann, wurde abschließend im Steinbruch Kollenbach veranschaulicht: Hier entwickelt sich seit gut 25 Jahren eine große Vielfalt. Auf kleinstem Raum findet man dort heute wilde Steilwände, Wasserläufe, Wald und Magerrasen. Doch es gibt auch Probleme: Der alte Buchenwald des Kollenbusches leidet unter dem Abpumpen des Grundwassers, in einigen Bereichen tun sich Baumanpflanzungen schwer, in anderen breitet sich die Goldrute aus und verdrängt den Magerrasen. Hier sollten Managementpläne helfen können. Zugleich sind die Steinbrüche schon jetzt Lebens- und Nahrungsraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Fledermäuse, Rotmilan oder Uhu. In diese wundervolle Natur konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Abend einmal eintauchen.

 

Foto : Auf den Spuren des Kalksteinabbaus im Steinbruch Phoenix.

 

Quelle

 

 

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