18. Juni 2021 / Allgemeines

Behandlung in der Tagesklinik hilft bei Post-Covid-Symptomen

Im St. Elisabeth-Hospital Beckum

Im Dezember 2020 war die Ennigerloherin, Anni Becker, an Corona erkrankt. Was damit auf sie zukam, waren Beeinträchtigungen, mit denen sie nicht gerechnet hatte. „Ich hatte plötzlich keine Kraft mehr in den Oberschenkeln und musste nach einem Weg von rund 100 Metern stehen bleiben“, erzählt sie. Daneben hatte sie Schluckbeschwerden und Schmerzen in der Zunge.

In der Zeitung hatte sie von der Geriatrischen Tagesklinik im St. Elisabeth-Hospital Beckum gelesen und bei ihrem Hausarzt nachgefragt, ob sie das Angebot wahrnehmen könne, um wieder fit zu werden. Ihr Hausarzt befürwortete es und gab ihr eine Einweisung mit. „Telefonisch vereinbarte ich mit der Ansprechpartnerin, Beate Daut, einen Termin für einen Aufenthalt“, erinnert sich Anni Becker. Gleich am ersten Tag stand pünktlich um 7.30 Uhr das Taxi vor ihrer Haustür, das sie in das St. Elisabeth-Hospital Beckum bringen sollte und sie auch um 15 Uhr wieder abholte.

„Ich durfte das Angebot der Geriatrischen Tagesklinik an 15 Tagen nutzen und hatte pro Tag vier verschiedene Anwendungen, zu denen Gymnastik mit Physiotherapeuten, Massagen, Gymnastik für die Zunge mit einer Logopädin und vieles mehr gehörte“, so Becker. „Ich war zuvor wegen der Beschwerden mit der Zunge zweimal bei einem Hals-Nasen-Ohrenarzt gewesen, der jedoch nicht weiterhelfen konnte. Die Übungen, die mir die Logopädin im Krankenhaus zeigte, waren erfolgreich und ich führe sie jetzt auch noch zu Hause durch, denn die Beschwerden der Zunge sind fast verschwunden“. 

„Ich fand es sehr angenehm nur tagsüber in Tagesklinik zu sein und abends und am Wochenende zu Hause. Besonders bemerkenswert finde ich es, dass sowohl das Pflegepersonal, als auch die behandelnden Ärzte freundlich und fürsorglich sind. Die Assistenzärztin, Dr. Sandra Willner, nahm sich Zeit für Gespräche und ich konnte sie jederzeit bei Fragen ansprechen. Dafür möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken!“ 

„Die Behandlung eignet sich auch sehr gut für Patienten, die einen Schlaganfall erlitten oder neurologische Funktionsausfälle haben, bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates, nach Amputationen, Brüchen oder Gelenkersatz, bei Spätfolgen von Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus), nach Stürzen und bei Gangunsicherheit“, so die Chefärztin Dr. Thea Krüger. Außerdem können hier Patienten behandelt werden, die chronische Schmerzsyndrome, chronisch-entzündliche Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, die sich zunehmend verschlechtert haben. Voraussetzung ist, dass der Patient motiviert und aktiv an den therapeutischen Behandlungen teilnehmen kann und die Fähigkeit besitzt, kognitiv die Anforderungen umzusetzen. 

In einem interprofessionellen Team arbeiten Ärzte, Pflegefachkräfte, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeiter gemeinsam. Die Behandlung erfolgt sowohl medikamentös als auch mit entsprechenden Einzel- und Gruppentherapien über maximal 15 Wochentage. Ziel ist es, die Selbständigkeit zu erhalten oder wiederzuerlangen. Eine große Rolle spielen dabei die Aktivierung und die Förderung der eigenen Fähigkeiten. Im Vordergrund stehen hier die Ansätze der therapeutisch-aktivierenden Pflege.

Das Angebot der Geriatrischen Tagesklinik steht nicht nur Menschen aus dem gesamten Kreis Warendorf, sondern auch Interessierten über die Kreisgrenzen hinaus zur Verfügung, sofern sich die Anfahrtszeit in einem vertretbaren Rahmen bewegt, der eine halbe Stunde nicht überschreiten sollte. 

Die Behandlungs- und Transportkosten werden vollständig von den Krankenkassen übernommen. Notwendig ist eine vorherige telefonische Anmeldung bei Beate Daut, Fachkrankenpflegerin für therapeutisch-aktivierende Pflege in der Geriatrie, die unter der Telefonnummer 02521 841 261 erreichbar ist.

Mehr Informationen findest du unter: www.krankenhaus-beckum.de/Geriatrie

 

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