24. Juni 2019 / Allgemeines

Schlupfwespen als Alternative zur chemischen Keule

Schädlingsbekämpfung

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„Mit dem Klimawandel fiel der Maiszünsler, auch in der Region Beckum, ab dem Jahr 2008 über die Felder her“, erzählt der Beckumer, Andreas Willenbrink. Zusammen mit seinem Bruder Michael macht er jedoch dem Schädling einen Strich durch die Rechnung und das auf biologische Art und Weise.

„Wir fliegen mit einer GPS- gestützten Drohne über die kartierten Felder, über denen Kapseln mit Larven der Schlupfwespe abgeworfen werden“, erzählt Andreas Willenbrink. Die Schlupfwespen legen dann ihre Eier gezielt in Eigelege von Maiszünslern ab und stoppen damit dessen Nachkommen auf biologische Art und Weise. Je ha werden 100 Kugeln abgeworfen, in denen je 2200 Schlupfwespen enthalten sind. „Die Futterqualität vom Mais kann so erhalten bleiben und da die Bekämpfung aus der Luft erfolgt, werden die hohen Pflanzen nicht durch einen durchfahrenden Trecker mit einer Spritze beschädigt“, ergänzt Michael Willenbrink.

Im vergangenen Jahr haben die beiden Brüder rund 400 ha in der Region abgeflogen und viele positive Erfahrungen gesammelt. Die Anfragen kommen übrigens nur zu einem kleinen Teil von Biohöfen und überwiegend von konventionellen Landwirtschaftsbetrieben“, berichtet Benedikt Willenbrink, der für seine Söhne die Koordination der Termine übernimmt. Für die Familie Willenbrink ist dies ein natürlicher Beitrag zum Umweltschutz, von dem sie noch mehr Landwirte überzeugen möchten.

Teurer als die Bekämpfung mit chemischen Mitteln wird es für die Landwirte übrigens nicht. Fragen zum Thema beantwortet Andreas Willenbrink gern unter der Tel.-Nr.: 01704746049.

Von: Elisabeth Eickmeier

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