5. Mai 2017 / Allgemeines

Fahrradfahren in der Beckumer Fußgängerzone: JA oder NEIN?

Wie ist das eigentlich in der Beckumer Fußgängerzone geregelt?

Fahrradfahren in der Beckumer Fußgängerzone: JA oder NEIN?

In Ahlen, Oelde und Warendorf - den größeren Nachbarstädten Beckums - wird aktuell kommunalpolitisch die Frage mit den Bürgern ausführlich diskutiert, ob in den dortigen Fußgängerzonen das Radfahren erlaubt werden soll oder nicht. Jede Stadt kann hierzu in eigener Zuständigkeit Regelungen u. a. zum Anlieferverkehr und zur Zulässigkeit des Radfahrens treffen.


Wie ist das eigentlich in der Beckumer Fußgängerzone geregelt? Wann ist Radfahren erlaubt, wann nicht?


Mit einem entsprechenden Bürgerantrag mit dieser Problematik hat sich Martin Mütherich schon vor längerer Zeit an Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und die zuständigen Fachausschüsse des Rates gewandt. "Mir liegt die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen und der älteren meist gehbehinderten Menschen in unserer Stadt besonders am Herzen. Beklagenswert ist auch die Verkehrssituation im Bereich der oberen Oststraße, nach Freigabe der Zufahrt von der Lippborger Straße und dem Lippweg aus," weist Martin Mütherich auf ein weiteres gravierendes Verkehrsproblem hin. Nadelöhr ist demzufolge die Zufahrt zum EDEKA-Parkplatz. Immer wieder passieren Beinahe-Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit in der 20 km/h-Zone mit Passanten, die dort die Straße vom Ärztehaus zur Apotheke am Osttor überqueren wollen. "Rücksichtnahme sieht anders aus.", kritisiert Mütherich die Fahrzeugführer.

Auch in der Fußgängerzone wird nach Freigabe des Fahrradverkehrs von 20.00 Uhr bis 8.00 Uhr (außer an Markttagen) trotz neuer Schilder, das Fahrverbot für die übrige Tageszeit nicht beachtet. Diese Regelung stellt sicher, dass vor allem Schülerinnen und Schüler aus dem Beckumer Norden gefahrlos zu den weiterführenden Schulen im Beckumer Süden kommen. "Vorbildfunktion von Eltern für Kinder findet nicht statt. Im Gegenteil, wenn man radfahrende Passanten darauf anspricht, bekommt man nicht zitierfähige Antworten, wird beschimpft oder fast tätlich angegriffen", erläutert Mütherich seine persönlichen Erfahrungen. "Nur neue Schilder aufstellen, das reicht nicht", forderte er von Rat und Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei geeignete Maßnahmen. Eine Mobile Wache auf dem Marktplatz, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, aber zur Not auch Verwarnungen könnten das Problem lösen. Letztlich geht es um die Sicherheit der Passanten in der Fußgängerzone.

Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann hat sofort eine intensive Abstimmung mit verschiedenen Fachbereichen innerhalb der Verwaltung veranlasst. Darüber hinaus war eine Abstimmung mit weiteren Behörden notwendig. Für die Überwachung bzw. Sanktionierung des Fahrverkehrs sind die Polizei und Kreisordnungsbehörden zuständig. Die Gesamtproblematik wurde daher in einer eigens anberaumten Verkehrsbesprechung thematisiert und Lösungsmöglichkeiten u.a. in diesem Rahmen intensiv erörtert. Teilnehmer waren Vertreter der Straßenverkehrsbehörde, der zuständigen Straßenbaulastträger, der Kreispolizeibehörde und der Stadt Beckum.

Folgende Maßnahmen wurden hierbei abgestimmt:

  • Im Zusammenhang mit der probeweisen Öffnung des Osttorknotens wurden Verkehrsmessungen mittels Riegel-Lasergerät durchgeführt. Dabei erfolgte ein intensiver Meinungsaustausch zwischen Polizei und Bürgern.
  • Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Warendorf berücksichtigt den Bereich obere Oststraße künftig bei der moblien Geschwindigkeitsüberwachung.
  • In der Beckumer Fußgängerzone wird die Polizei die geltende Regelung zunächst kommunizieren und Radfahrer auf Verstöße hinweisen.
  • Ab sofort werden aber festgestellte Verstöße sanktioniert.

Leider weist die Kreispolizeibehörde aber darauf hin, dass eine höhere Kontrolldichte auch aus personellen Gründen nicht gewährleitet werden kann: Bekanntlich wurden der Kreispolizeibehörde Warendorf in den letzten Jahren 34 Polizeistellen abgezogen. Abschließend wird davon ausgegangen, dass die abgestimmten Maßnahmen insgesamt zur Optimierung der Situation in der Fußgängerzone und bezüglich der Geschwindigkeit in der oberen Oststraße beitragen.

 

 

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