29. Mai 2021 / Allgemeines

Neue Struktur in Beckumer Grundschullandschaft im Aufbau

Schul-, Kultur- und Sportausschuss

Am Donnerstag, 27. Mai, tagte der Schul-, Kultur- und Sportausschuss der Stadt Beckum und hier stand das Thema Schulentwicklungsplanung für die Standorte der Grundschulen im Stadtteil Beckum sowie die Verteilung der Eingangsklassen auf die Grundschulen ab dem Schuljahr 2022/2023 vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen an erster Stelle.

Gleich zu Beginn der Sitzung, die kurz unterbrochen wurde, erörterte die kommissarische Schulleiterin der Martinschule Beckum, Karin Schierbrock-Tholema, den Ausschussmitgliedern, dass die Beckumer Martinschule seit vielen Jahrzehnten dreizügig unterrichtet hatte und dies auch für die Zukunft wünscht.

Zur Diskussion standen verschiedene Varianten, wobei sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder für eine abgewandelte Variante 1 entschied.  Die Vertreter der SPD hielten  jedoch immer noch an der Vision, dass der Schulstandort Neißer Straße Teilstandort einer anderen Beckumer Grundschule werden könne fest, scheiterten jedoch mit ihrem Vorhaben, auch diese Möglichkeit von der Verwaltung prüfen zu lassen. Die Ausschussmitglieder der anderen Fraktionen waren sich einig, dass die Einrichtung eines Teilstandortes am Schulstandort Neißer Straße im Hinblick auf den Zustand des bestehenden Schulgebäudes abzulehnen sei.

Die Planung sieht nun vor, dass die Martinschule zu einer 3-zügigen Grundschule erweitert und der Standort Beckum des Grundschulverbundes Sonnenschule als 3-zügiger Neubau errichtet wird, mit der Möglichkeit eine bauliche 4-Zügigkeit zu ermöglichen. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zur nächsten Ausschusssitzung am 22. September die Kosten für die geplanten Maßnahmen zu ermitteln. Zu Protokoll gegeben wurde auf Wunsch der Leiterin der Sonnenschule, Claudia Sander-Braunert, dass der Neubau der Sonnenschule Priorität habe, damit soll die Planungssicherheit noch einmal unterstrichen werden. 

Im Bericht der Verwaltung wurden die Anmeldezahlen der Schüler*innen an den weiterführenden Schulen erläutert. Insgesamt 316 Beckumer Schüler*innen plus Auswärtige, werden künftig die hiesigen Schulen besuchen. Es wird an der Sekundarschule drei Klassen, am AMG vier Klassen, am Kopernikus-Gymnasium zwei Klassen und an der Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum drei Eingangsklassen  geben. 

Daneben sind Förderprogramme für Schülerinnen und Schüler geplant, die bis zum Ende der Sommerferien des Jahres 2022 gehen sollen. Finanziert werden diese Programme zu 80% durch das Land NRW und zu 20% durch die Schulträger.

Die Bauarbeiten an der Sekundarschule sind derzeit verzögert, wofür viele Faktoren verantwortlich sind: Verzögerung durch den Brandschaden, verzögerte Lieferung von Betonfertigteilen, mangelnde Verfügbarkeit an Baustoffen und hinzu kommt die Preiserhöhung von Dämmmaterial, Baustahl und Bauholz.

Von Elisabeth Eickmeier

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