12. September 2019 / Allgemeines

Verlegung der Transportroute am Steinbruch Lippberg-Nord

Ausschuss für Stadtentwicklung und Demografie

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Mit einem Schreiben vom 03. August 2019 hat die Holcim WestZement GmbH beim Kreis Warendorf die Verlegung der Transportroute beantragt.

Zum Hintergrund:
Zur Anbindung des Steinbruchs Lippberg-Nord mit dem Werk Kollenbach nutzt das Abbauunternehmen bisher eine am 14.09.2009 genehmigte Transportroute, die ausgehend vom Steinbruch Lippberg-Nord über Dünninghausen und Umgehungsstraße (Bundesstraße 58) in Richtung Oelder Straße zur Zufahrt zum Werk Kollenbach verläuft.

Um den circa 3 Kilometer langen Umweg über Dünninghausen zu vermeiden, soll die Transportroute ausgehend vom Steinbruch Lippberg-Nord zukünftig wie folgt verlaufen:

Lippweg ➔ Lindenkamp ➔ Werk Mersmann ➔ Klapperweg ➔ Sudhoferweg ➔ Gewerbe-gebiet „Auf dem Tigge“ ➔ Stromberger Straße ➔ Zementstraße ➔ Oelder Straße ➔ Daimlerring ➔ Werk Kollenbach

Nach Fertigstellung der B 58 n sollen perspektivisch alle Transportverkehre ab der Strom-berger Straße über diese Ortsumgehung abgewickelt werden.

Warum?
Im bisherigen Genehmigungsverfahren konnte diese Transportroute über das Werk Mersmann nicht genutzt werden, da im Kreuzungsbereich Lippweg/Lindenkamp auf 4 private Wohnhäuser aus Schallschutzgründen Rücksicht genommen werden musste.
Nach Aufgabe der Wohnnutzungen in diesem Bereich bestehen aus immissionsschutzrechtlicher Betrachtung keine Einschränkungen mehr für eine mögliche Nutzung dieses Straßenabschnitts als Transportroute. Die Grundstücksflächen der Straßen Lindenkamp und Klapperweg befinden sich in städtischem Eigentum. Beide Straßen sind nicht für den öffentlichen Verkehr gewidmet. Eine Verbindung zwischen beiden Straßen besteht bisher lediglich für Fuß- und Radverkehr. Auf dieser Trasse verlaufen die Beckumer Zementroute sowie ein Fernwanderweg.

Die zunächst von der Holcim WestZement GmbH angefragte Möglichkeit, die Straßen Lindenkamp und Klapperweg von der Stadt Beckum käuflich zu erwerben, wurde von der Verwaltung abgelehnt, da diese Verbindung für die Entwicklung des Korridors zwischen dem Lippweg und dem Sudhoferweg perspektivisch erhalten bleiben soll.

>> Um der Holcim WestZement GmbH die für die Änderung der Transportroute vorgesehenen Flächen dennoch für den Zeitraum des Kalksteinabbaus am Lippberg zur Verfügung zu stellen, wird stattdessen beabsichtigt, einen Pachtvertrag abzuschließen.

Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Demografie nahmen die Planung in ihrer gestrigen Sitzung zur Kenntnis.

Diese Route stellt die kürzeste und mit den insgesamt geringsten Belastungen für die Bevölkerung verbundene Anbindung zum Werk Kollenbach dar.

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