15. Juli 2022 / Polizeimeldung

"Sextortion" - auf der Hut sein bei intimen Flirts

Polizeimeldung

Polizei

Stelle dir vor, du wirst über soziale Medien von vermeintlich netten Menschen angeschrieben. Es entwickelt sich ein Flirt, du tauschst dich zunächst verbal aus, dann per Video und dann wirst du irgendwann aufgefordert dich auszuziehen oder sexuelle Handlungen über Webcam zu teilen. Du kommst dem nach und wirst anschließend erpresst. Du sollst Geld in Form von Kryptowährung überweisen, andernfalls würden die heimlich aufgezeichneten Videos der Intimitäten veröffentlicht werden.

Diese Masche nennt sich "Sextortion" - eine Verbindung der englischen Wörter "Sex" und "Extortion" (Erpressung). Die Täter schicken Erpresserschreiben meist per Mail. Auch behaupten sie oft, dass Rechner und Smartphone gehackt worden seien. In den Mails gaukeln sie ihren Opfern über Fake-Verlinkungen vor, dass es tatsächlich Videos gibt.

Diese Maschen können sowohl Männer als auch Frauen treffen und kommen aktuell vermehrt im Kreis Warendorf vor. Habe keine Scheu, sollte dir so etwas passieren und melde dich bei der Polizei. Spreche mit Familie und Freunden über diese Masche. Und:

Sei auf der Hut und bedenke:

  • Du kannst während eines Videochats heimlich gefilmt werden, um erpresst zu werden
  • Klicke bei verdächtigen E-Mails niemals auf einen Link
  • Überweise kein Geld
  • Gib keine persönlichen Daten preis
  • Ändere deine Passwörter
  • Brich den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab und ignoriere Nachrichten
  • Nimm keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an
  • Sei zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten
  • Stimme keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn du die Person erst seit kurzem kennst