Die FDP-Fraktion stellte einen Antrag zur Sicherung der Eigenentwicklung des Stadtteils Roland, indem sie Baumöglichkeiten schaffen möchte. Dieses Vorhaben entspricht den Zielen der Wohnbedarfsanalyse von 2017, die für Roland die kurz-, mittel- und langfristige Ausweisung von circa 10 Bauplätzen an der Augustastraße empfiehlt. Die aktuellen Planungen zeigen jedoch, dass diese Fläche allein möglicherweise nicht ausreicht, weshalb auch die Flächen der kleinen Heide in Betracht gezogen werden, diese stellen jedoch eine Besonderheit dar, da sie die Vorhelmer Straße nach Westen überspringen und so einen neuen Bereich strukturell (über die vorhandenen Einzelgebäude hinaus) für die Wohnbauentwicklung öffnen. Neben der fachlichen Eignung und Verfügbarkeit ist hierbei zu berücksichtigen, dass die Bezirksregierung (Genehmigungsbehörde für die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes) regelmäßig einen Flächentausch verlangt.
Die Verwaltung schlägt vor, die Entwicklung an der Augustastraße voranzutreiben, um den kurz- und mittelfristigen Bedarf zu decken. Eine Fortschreibung der Wohnbedarfsanalyse soll weitere Entwicklungen prüfen, wenn die Potenziale der aktuellen Analyse erschöpft sind. Der Vorschlag der Verwaltung wurde einstimmig von allen anwesenden Fraktionen angenommen.
Die Stadtverwaltung ist jedoch weiterhin bestrebt, Flächen für die siedlungsstrukturelle Entwicklung in allen Stadtteilen, einschließlich Roland, zu erwerben, was jedoch von externen Bedingungen abhängig ist und sich nicht beschleunigen lässt. Derzeit gibt es keine geeigneten Flächen oder Tauschflächen im städtischen Besitz.
Text und Foto von Steffi Wellerdiek





