13. Dezember 2022 / Politik

Planung: Eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom GmbH

Von Elisabeth Eickmeier.

Im heutigen Haupt-, Finanz- und Digitalausschuss wird die Verwaltung den Mitgliedern folgende Sachentscheidung zur Abstimmung vorschlagen:

Die Verwaltung wird beauftragt, den am 31.08.2021 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser Wholesale GmbH zu kündigen und der Haupt-, Finanz- und Digitalausschuss nimmt die Planung für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom GmbH zur Kenntnis und stimmt der Unterzeichnung des „Letters of Intent“ durch den Bürgermeister zu.

Im Jahr 2021 bot sich der Stadt Beckum die Gelegenheit, den bis dahin gut fortschreitenden Glasfaserausbau nochmals zu beschleunigen und zu verbessern. Die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH plante in den Stadtteilen Beckum, Neubeckum und Roland einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in einzelnen, nicht flächendeckenden Polygonen.

Voraussetzung zum Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH war eine vorgeschaltete Nachfragebündelung mit einer 40-prozentigen Erfolgsquote.

Im Juli dieses Jahres wurde öffentlich bekannt, dass die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH ihr Wirtschaftlichkeitsziel auch nach Verlängerung ihrer Vorvermarktungsphase nicht erreicht hatte. Daraufhin hat die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH ebenfalls öffentlich verkündet, in keinem der geplanten Ausbaupolygone einen Glasfaserausbau durchzuführen.

Die Sorge, Beckum könnte bei der Glasfaserinfrastruktur in Hintertreffen geraten, sind jedoch aus Sicht der Verwaltung unbegründet. Sollten alle Anstrengungen für den eigenwirtschaftlichen Ausbau scheitern, wäre dieser durch das staatlich geförderte Ausbauprogramm „Graue Flecken“ weiterhin zu sichern.

Jedoch gilt für die Verwaltung der Grundsatz, dass eigenwirtschaftlicher Ausbau eines privatwirtschaftlichen Unternehmens Vorrang vor staatlich gefördertem Ausbau hat. Aus diesem Grund nahm die Verwaltung Kontakt mit weiteren im Glasfasermarkt tätigen Ausbauunternehmen im Hinblick auf einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau auf. Unterstützung bei der Vorauswahl geeigneter Unternehmen und bei den Kontaktgesprächen hatte die Verwaltung jeweils durch die Gigabitstelle des Kreises Warendorf.

Aus den geführten Gesprächen kommt aus Sicht der Verwaltung ausschließlich die Deutsche Telekom GmbH als eigenwirtschaftliches Ausbauunternehmen in Betracht. Die Deutsche Telekom GmbH hatte als einzige in allen Kriterien, die die Verwaltung als wichtig und besonders zielführend betrachtet, bereits konkrete Aussagen treffen können.

Im Ausschuss wurde der Beschlussfassung über den Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom GmbH nach vorgestellter Vorgehensweise einstimmig zugestimmt. Das Projekt soll im 3. Quartal 2023 beginnen und schrittweise die 5 eingeteilten Gebiete bis Ende 2025 (geplant) mit Glasfaser versorgen. 

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