6. Mai 2021 / Politik

Neues aus dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Beckum

Informationen zu Elternbeiträgen, einem Jugendbeirat und vielem mehr...

Die Verwaltung informierte am Mittwochabend darüber, dass die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes stark im Bereich der Hilfen für Familien eingebunden sind, um hier Krisenbewältigung zu leisten. Die Beleidigungen gegenüber den Mitarbeitern haben innerhalb der letzten vier Monate stark zugenommen und auch Morddrohungen, gegen die mit Rechtsmitteln vorgegangen wird, gab es gegenüber dem Personal.

Was die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten betrifft, ist die Stadt Beckum darum bemüht, die Eltern zu entlasten und das Land NRW in die Pflicht zu nehmen. Wie die Regelung in den kommenden Monaten aussehen wird, ist noch offen. Die Verwaltung würde es begrüßen, wenn in einer Arbeitsgruppe aus Kämmerern und Mitarbeitern der Jugendämter des Kreises Warendorf ein Lösungsvorschlag für Entscheidungskriterien erarbeitet wird, der zur Entscheidungsfindung beiträgt.

Daneben berichtete Bernd Matuschek, dass der „Kita-Navigator“, den es seit drei Jahren gibt, ein Update erfährt und dann auch von mobilen Geräten einfacher bedient werden kann. Außerdem ist ein zentrales Vergabeverfahren von Kitaplätzen nach Priorisierung vorgesehen. Auch ein Kindertagespflegenavigator soll eingeführt werden, um „kürzere Wege“ zu gewährleisten.

Das Ehrenamtsprogramm „Patenzeit-Familienpatenschaften“ wurde im Ausschuss vorgestellt und fand seitens aller Fraktionen große Zustimmung.

Die Änderung der Elternbeitragssatzung wurde einstimmig beschlossen und Bernd Matuschek legte in einem Bericht dar, dass die Stadt Beckum was die Kindertagesbetreuung betrifft, sehr gut aufgestellt ist, es allerdings beispielsweise durch Umzüge in den einzelnen Ortsteilen von Beckum zu Engpässen kommen kann.

Über die Festlegung der Entscheidungskriterien entbrannte im Ausschuss eine heftige Diskussion, die jedoch sehr konstruktiv war und dazu führte, dass zwei Kriterien im Sinne von berufstätigen Eltern abgeändert wurden. Der Beschluss dazu erfolgte einstimmig.

Zu dem von der SPD Fraktion gestellten Antrag auf Gründung eines Jugendbeirates zur Förderung politischer Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gab es einige Gegenstimmen im Ausschuss. Für die FWG Fraktion führte Elisabeth Eickmeier aus, dass es in der Stadt Beckum erfolgreiche Strukturen gibt, die es zu stärken und auszubauen gilt. Es gibt die Projekte „Kommunalpolitik erleben“, die Beteiligung an Spielplatzplanungen, das Politik-Café im Alten E-Werk, das Projekt „Art Meets Politics“, die U18 Wahlen vor den Wahlterminen, die Projekte im Rahmen des Kultur-Rucksacks und vieles mehr.

Zudem wurde im Ausschuss betont, dass der Vergleich der Stadt Beckum mit der Stadt Pinneberg, wie ihn die SPD angeführt hatte, nicht auf Beckum übertragen werden kann, da die Stadt Pinneberg kein eigenes Jugendamt besitzt und somit eine andere Ausgangslage herrscht. Der Argumentation schloss sich die CDU-Fraktion an und die FDP-Fraktion war der Meinung die Jugendlichen bei Projekten im kommenden Jahr mehr einbinden zu wollen. Letztendlich zog die SPD Fraktion den Antrag zurück und die Ausschussmitglieder waren sich einig, das nach anderen Möglichkeiten der politischen Mitarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene in den bestehenden Strukturen gesucht werden sollte.