Die Stadt Beckum stellt die Weichen für das neue Schuljahr. Für das Schuljahr 2026/2027 erwartet der städtische Fachdienst Schule und Sport einen deutlichen Anstieg bei den Grundschulanmeldungen und reagiert mit einer erweiterten Klassenbildung. Insgesamt sollen im gesamten Stadtgebiet 22 Eingangsklassen eingerichtet werden. Das ist eine mehr als im laufenden Schuljahr.
Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss wird sich am 21. Januar 2026 mit dem Thema befassen. Der Stadtrat entscheidet am 5. März. Vorausgegangen ist eine detaillierte Analyse der Anmeldezahlen: 395 Kinder sollen im kommenden Schuljahr eingeschult werden. Das sind mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen 119 Schülerinnen und Schüler, die im jahrgangsübergreifenden Unterricht verbleiben, sowie 43 Wiederholer, die die Eingangsklasse erneut besuchen.
Die Stadt errechnet daraus eine sogenannte Kommunale Klassenrichtzahl von 24. Das bedeutet: Maximal 24 Eingangsklassen dürfen gebildet werden. 22 sind aktuell geplant. Im Vorjahr waren es noch 21.
Neue Klasse in Beckum, Platzprobleme an der Martinschule
Besonders betroffen ist der Stadtteil Beckum, wo eine zusätzliche Klasse eingerichtet werden muss. Doch nicht alle Schulen verfügen über ausreichende Raumkapazitäten. Die neue Klasse kann daher nur an der Grundschule an den Kastanien untergebracht werden. Martinschule und Sonnenschule stoßen räumlich an ihre Grenzen.
Für die Martinschule zeichnet sich darüber hinaus ein Aufnahmeüberhang ab: 89 Kinder wurden angemeldet, aber nur drei Eingangsklassen sind möglich. Da bereits 6 Kinder als Wiederholer gelten, fehlen aktuell 14 Plätze. Ein Aufnahmeverfahren wird notwendig. Aufgrund ihres Bekenntnisses sollen katholische Kinder bei der Platzvergabe bevorzugt werden, da es sich um eine konfessionelle Schule handelt.
Jahrgangsübergreifender Unterricht bleibt Herausforderung
Komplex ist auch die Lage am Grundschulverbund Sonnenschule mit seinen beiden Standorten in Beckum und Vellern. Dort wird in jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet. Das wirkt sich auch auf die Berechnung der Klassenzahlen aus. Am Ende stehen hier neun Eingangsklassen, davon sechs in Beckum und drei in Vellern.
Für die Stadt bedeutet der Anstieg an Schülerzahlen zusätzliche Anforderungen an Räume, Ausstattung und Organisation. Zwar entstehen laut Verwaltung keine direkten Mehrkosten für den städtischen Haushalt, doch bei Gebäudeunterhaltung und Unterrichtsbetrieb wird mit erhöhtem Aufwand gerechnet.






