Wenn in Beckum die Sirenen heulen, steckt dahinter eine Struktur, die ein Mann über Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat: Marcus Scheele. Jetzt würdigt die Stadt sein Wirken mit einer Ehrung, die in Beckum nur sehr selten vergeben wird.
Eine Karriere, die 1983 begann
Am 1. Januar 1983 trat Marcus Scheele in die Freiwillige Feuerwehr Beckum ein. 1992 wechselte er in den hauptamtlichen Dienst, übernahm 1993 kommissarisch die stellvertretende Leitung eines Löschzugs und wurde im Jahr 2000 Zugführer des Löschzugs II. Am 4. Oktober 2006 trat er das Amt an, das ihn endgültig zum Gesicht der Beckumer Feuerwehr machte: Leiter der Feuerwehr Beckum.
Was er hinterlässt
Unter Scheeles Führung sind Haupt- und Ehrenamt nicht nur organisatorisch zusammengewachsen, er hat das Selbstverständnis einer gemeinsamen Beckumer Feuerwehr bis heute geprägt. Strukturell und strategisch ging es ebenfalls voran: Die Weiterentwicklung und Modernisierung des Standortes in Vellern, der Neubau des Standortes in Neubeckum und die Planungen für die neue Feuer- und Rettungswache in Beckum tragen seine Handschrift. Auch der Nachwuchs liegt ihm am Herzen: Er hat die Kinderfeuerwehr eingeführt und die Jugendfeuerwehr ausgebaut.
Einstimmige Zustimmung
Auf Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr schlug die Verwaltung vor, Marcus Scheele die Ehrenbezeichnung „Ehrenstadtbrandmeister der Stadt Beckum" zu verleihen. Im Rat fand der Vorschlag einstimmig Zustimmung, mit 40 Ja-Stimmen, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung. Bürgermeister Michael Gerdhenrich überreichte Scheele direkt im Anschluss die Urkunde. Sichtlich gerührt richtete der frisch ernannte Ehrenstadtbrandmeister noch ein paar Worte an die Anwesenden und bedankte sich.
Eine Geste, die ein bisschen mehr ist als eine Urkunde: Sie ist ein „Danke" einer ganzen Stadt, für jemanden, der die Feuerwehr Beckum zu dem gemacht hat, was sie heute ist.





