Pressemitteilung des Bündnis90 / Die Grünen:
Kürzlich trafen die Landtagskandidatin Ingeborg Seliger von Bündnis 90/Die Grünen mit den Fraktionsvorsitzenden Nadhira de Silva und Peter Dennin und dem Bürgermeister Michael Gerdhenrich zum Austausch zusammen. Angesichts der zurückliegenden Hitzewellen verwunderte es nicht, dass Kandidatin Seliger zahlreiche Fragen zum Katastrophenschutzplan für die nächste kommende Hitzewelle im Gepäck hatte: „Wie ist die Stadt Beckum aufgestellt? Gibt es kühle Räume für Menschen mit schlecht gedämmten Wohnungen für einen längeren Aufenthalt als nur ein bis zwei Stunden? Wo können gegebenenfalls zum Beispiel Alleinerziehende mit ihren Kindern für die Zeit der Hausaufgaben in etwas kühleren Räumen verbringen? Wie schützt man die Menschen im Krankenhaus und in Pflegeheimen? Welche Flächen können mit Nebelduschen ausgestattet werden? Sprühanlagen sind nicht teuer aber sehr effektiv.“
Bürgermeister Gerdhenrich wies darauf hin, dass mit dem beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) bekanntlich ein Werse-Grüngürtel als wichtiger Baustein geplant sei, der sich von der Liebfrauenkirche bis zur Ahlener Straße halbrund um Beckum ziehen wird. „Dieser bietet die Möglichkeit, im Schatten von Bäumen zu verweilen. Diese Aufwertung wird die Aufenthaltsqualität in dem Bereich nochmal enorm steigen. Bei Schulneubauten spielt der Hitzeschutz bereits jetzt eine wichtige Rolle, aber ein Großteil des städtischen Gebäudebestands weist hier leider in Zeiten knapper Kassen noch einen hohen Sanierungsbedarf auf“, so Gerdhenrich.
Aus Sicht der Grünen muss dieses Thema dennoch dauerhaft auf der Agenda stehen, denn der Klimawandel muss dringend gebremst werden, und hierbei kommt den Kommunen eine Schlüsselrolle zu. „Denn ob sich die Temperaturen um 0,1 Grad oder 2 Grad erwärmen, macht einen riesen Unterschied. Jedes Zehntel bedeutet mehr Hitzetote, mehr Wasserkonflikte, mehr Missernten in der Landwirtschaft“, warnt Seliger. Bei den wirtschaftlichen Folgen gehen Forschungsinstitute bereits für 2026 von einem zweistelligen Milliardenbetrag aus. Ohne die Reduzierung der Verbrennung fossiler Brennstoffe und den beschleunigten Ausbau regenerativer Energien wird sich dieser Prozess jedoch unaufhaltsam fortsetzen, waren sich alle einig.
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Titelbild: Bündnis 90/Die Grünen
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