Es folgt eine Mitteilung des Bündnis90/Die Grünen Ortsverband der Stadt Beckum:
"Konzept zur Steuerung des weiteren Ausbaus der Windenergie in Beckum
Sehr geehrter Herr Gerdhenrich,
im Stadtentwicklungsausschuss am 12. Mai 2026 wurde unter TOP Ö 8 über die Zukunft der Windnergie in Beckum diskutiert. Mit dem Wunsch aus der Politik, vor einer finalen Abstimmung noch einen Experten zu dieser Thematik einzuladen und zu hören, wurde der TOP folglich abgesetzt und soll am 30. Juni erneut beraten werden.
Am 16. Mai 2026 hat der Arbeitskreis Finanzen seine Arbeit aufgenommen und sucht seitdem in mehreren Zusammenkünften und auch in zukünftigen Sitzungen nach Einsparpotential bei bereits beschlossenen und noch zahlreichen künftigen Projekten. Hierbei sollte nach unserer Auffassung aber keinesfalls der Fehler gemacht werden, den Blick zu sehr zu verengen und lediglich Einsparungen zu sehen, während doch auch gleichzeitig Möglichkeiten bestehen, die Einnahmeseite dauerhaft zu verbessern. Und hier sehen wir ganz klar auch den weiteren Ausbau der Windenergie in Beckum im Fokus.
Anfrage
Hierzu stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen folgende Fragen:
1) Wie hoch wären die ungefähren jährlichen Einnahmen je Windenergieanlage für die Stadt Beckum?
2) Mit welchem ungefähren zusätzlichen Gewerbesteueraufkommen könnte die Stadt Beckum je Anlage planen, wenn man von vergleichbaren Durchschnittswerten aus anderen Gemeinden oder der Statistik ausgeht?
Wir erwarten natürlich keine genauen Angaben, sondern lediglich eine ungefähre Größenordnung als Entscheidungshilfe.
Begründung
Mit der Gasmangellage 2022, hervorgerufen durch den russischen Angriff auf die Ukraine und der aktuellen Krisensituation rund um die Straße von Hormus wird zusehends deutlich, wie essentiell wichtig eine zunehemde Unanbhängigkeit von fossilen Energien und unsicheren Ländern für die Bevölkerung, die Unternehmen und die Kommunen wird. Jede Kilowattstunde, die vor Ort generiert wird, ist perspektivisch erheblich günstiger und sicherer als jede aus der Ferne importierte. Im Zusammenwirken vor allem von Wind- und Sonnenenergie in Symbiose mit örtlichen elektrischen Großspeichern, wie sie auch vom lokalen Energieversorger EVB betrieben werden, wächst auch die kommunale Versorgungssicherheit bei gleichzeitig steigenden Einnahme- und Beteiligunsgmöglichkeiten. Eine Beendigung des Ausbaus der Windnergie zum jetzigen Zeitpunkt hätte nach unserer Einschätzung somit langfristig negative Auswirkungen für die Bevölkerung und den kommunalen Haushalt und wäre perspektivisch ein irreparabler und teurer Fehler, den man jetzt noch verhindern kann. Wer sagt, „wir haben doch schon genug vor Ort und mehr als wir müssen“, verkennt, dass der Energiebedarf kontinuierlich und deutlich steigen wird. Zunehmende Elektromobilität, die Entstehung von Rechenzentren und die stark ansteigende Nachfrage nach Wärmepumpen sind nur einige Beispiele, die für diesen gigantischen Energiehunger stehen. Insofern stellt sich nicht die Frage, ob, sondern vielmehr wie schnell der Ausbau vorangehen kann – ganz gleich, ob man das nun gut findet oder nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Nadhira de Silva (Fraktionsvorsitzende) und Peter Dennin (Fraktionsvorsitzender)"
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Bild: Bündnis90/Die Grünen
Hinweis: Der Beitrag wurde von der Partei zur Verfügung gestellt. Dein Beckum veröffentlicht die Inhalte kostenlos und ist politisch neutral.





