7. März 2026 / Politik

FWG will neue Perspektiven für den Bahnhof Neubeckum prüfen

Mehrheit im Ausschuss beauftragt Verwaltung zu Sondierungsgesprächen

Wie geht es weiter mit dem Bahnhofsgebäude in Neubeckum? Mit dieser Frage hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstagabend, den 3. März 2026, befasst. Auf den Antrag der FWG-Fraktion soll die Verwaltung nun weitere Handlungsoptionen prüfen und Gespräche mit möglichen Partnern führen.

Im Mittelpunkt steht die Idee, das Gebäude in ein größeres regionales Konzept einzubinden, angelehnt an die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe koordinierte Route der Industriekultur im Ruhrgebiet. Nach Vorstellung der FWG könnte auch ein „Zementrevier" entstehen, das Kommunen wie Ennigerloh, Beckum oder weitere Standorte mit ihrer Kalk- und Zementgeschichte vernetzt. Der Bahnhof Neubeckum, gelegen an der Strecke Dortmund-Bielefeld, könne dabei ein möglicher Einstiegspunkt sein.

FWG-Ratsmitglied Elisabeth Eickmeier betonte in der Sitzung, es gehe ausdrücklich nicht um ein neues Investitionsprojekt oder zusätzliche finanzielle Verpflichtungen. „Fortschritt entsteht nicht immer durch hohe Investitionen, oft beginnt er mit guten Gesprächen, klugen Ideen und regionaler Zusammenarbeit", sagte sie. Zunächst solle die Verwaltung im laufenden Geschäft Kontakt zu Nachbarkommunen und möglichen Fördergebern aufnehmen und Optionen sondieren. Konkret sieht der nun beschlossene Auftrag vor, entsprechende Gespräche zu führen, Förderprogramme zu prüfen und die Ergebnisse spätestens am 13. Oktober im Ausschuss vorzustellen. Gesprächsprotokolle sollen den Fraktionen zur Verfügung gestellt werden.

Die Verwaltung bewertete den Vorstoß jedoch zurückhaltend. Bereits 2020 und erneut im vergangenen Jahr hatte die FWG ähnliche Initiativen angestoßen, diese aber nach Hinweisen auf fehlende personelle Kapazitäten wieder zurückgezogen. Auch jetzt verweist die Verwaltung darauf, dass sie mit dem Großprojekt Bahnhof Neubeckum und dessen Umfeld noch auf Jahre gebunden sei. Eine zusätzliche Initiative würde personelle und finanzielle Ressourcen binden, die derzeit nicht zur Verfügung stünden. Zudem werde das touristische Potenzial eines solchen „Zementreviers" als eher gering eingeschätzt.

Trotz dieser Bedenken stimmte der Ausschuss dem Antrag mehrheitlich zu. Zwei Mitglieder enthielten sich. Damit ist die Verwaltung beauftragt, erste Gespräche zu führen, ob daraus ein tragfähiges regionales Projekt entsteht, soll sich bis zum Herbst zeigen. 


Text: Lina Mance

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