In der Sitzung des Ausschusses für Inklusion, Gleichstellung, Soziales, Wohnen und Ehrenamt der Stadt Beckum, der am Dienstag tagte, stimmten die Mitglieder einstimmig für ein Entwicklungsbudget für den Bereich Integrationsmanagement.
Im Mai 2023 wurde die Integrationsmanagerin der Stadt Beckum, Marei-Lieselotte Radke, durch den Ausschuss für Inklusion, Gleichstellung, Soziales, Wohnen und Ehrenamt und den Integrationsrat damit beauftragt erste Schwerpunkte zur Weiterentwicklung der Integrationsarbeit in Beckum zu erarbeiten und dabei die Rolle des im Jahr 2022 neu eingerichteten Integrationsmanagements auszuarbeiten.
Zur Umsetzung des Beschlusses hat die Integrationsmanagerin, unterstützt durch die Sozialplanerin der Stadt Beckum, Expertiseninterviews mit 13 Akteurinnen und Akteuren der Integrationsarbeit aus Beckum geführt und die Ergebnisse im Netzwerk Integration zu einem Vorschlag für erste Arbeitsschwerpunkte weiterentwickelt. Dabei wurden zunächst drei Handlungsfelder der Integrationsarbeit vertiefend bearbeitet: Sprache, Leben und Freizeit sowie Wohnen.
Die Akteurinnen und Akteure der Beckumer Integrationsarbeit haben sich dafür ausgesprochen, sich im Rahmen der Netzwerktreffen mit der Frage auseinanderzusetzen, ob und wie es gelingen kann, in Beckum einen Pool an Personen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen aufzubauen, die bereit sind, flexibel und nach Möglichkeit auch kurzfristig sprachmittelnd zu unterstützen. Zudem soll daran gearbeitet werden, die bestehenden erfolgreichen Patenprogramme thematisch und quantitativ auszuweiten. Beide Schwerpunkte hätten sich als Hebel für erfolgreiche Integrationsprozesse herausgestellt.
Eine Arbeitsgruppe wird sich damit auseinandersetzen, welche Modelle es zur Organisation eines kultursensiblen und niedrigschwelligen Behördenkontakts gibt, der Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht.
Zum Thema „Wohnen“ wurden fachliche Anmerkungen zusammengetragen, die durch die Integrationsmanagerin in die politische Auseinandersetzung zur Wohnraumentwicklung und Wohnraumgestaltung eingebracht werden sollen.
Eine weitere Bearbeitung des Themas „Wohnen“ durch das Netzwerk findet vorerst nicht statt, da die Mitglieder der Ansicht sind, dass in diesem Themenfeld eine Vielzahl an Arbeitsbereichen in der Verwaltung aktiv sind, sodass das Netzwerk mit einem eigenen Beitrag keinen Unterschied machen würde.
Text und Bilder: Elisabeth Eickmeier.





