16. September 2020 / Politik

Viele Fragen zur Digitalisierung am Schulzweckverband Beckum-Ennigerloh

Zweckverbandsversammlung

In der heutigen Sitzung des Schulzweckverbandes Beckum-Ennigerloh wurde über die Förderprogramme zur Umsetzung der Digitalisierung an der Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum entschieden.

Der Schulzweckverband Beckum-Ennigerloh erhält aus Mitteln des Digitalpaktes NRW eine Fördersumme in Höhe von insgesamt 466.706,00 Euro. Dabei müssen die Schulen einen Eigenanteil von 10% leisten. Insgesamt können also 518.562,22 Euro für die Digitalisierung aus diesem Förderprogramm bezogen werden. Dieses Geld soll genutzt werden für:

  • Vernetzung im Schulgebäude
  • WLAN-Ausbau
  • Beschaffung digitaler Arbeitsgeräte
  • schulgebundene mobile Endgeräte

Die Unterrichtsräume sollen zukünftig mit Beamer und Medienschränken mit dem erforderlichen Zubehör wie Tablet (iPad), Apple TV, Chromecast, et cetera ausgestattet werden. Außerdem soll die WLAN-Ausleuchtung für die Gebäude vervollständigt werden. Zudem wird im Moment ein technisch pädagogisches Konzept erarbeitet und abgestimmt. Das Geld soll nun der jeweiligen Schulgröße auf beide Standorte aufgeteilt werden. Ennigerloh bekommt aus diesem Grund 62% des Fördergeldes (289.357,72 + 10% Eigenanteil) und Neubeckum 38% (177.348,28 + 10% Eigenanteil).

Außerdem sollen Schüler und Schülerinnen, die keine Möglichkeit auf ein digitales Endgerät zum Lernen in der Schule haben, ein iPad zur Verfügung gestellt bekommen. Dieses Geld bekommen die Schulen aus einer Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt NRW. Es wird wieder nach Schulgröße verteilt. Demnach erhält die Stadt Ennigerloh 44.865,54 Euro und die Stadt Beckum 27.498,23 Euro aus dem Förderprogramm.

Zunächst gibt es kein Konzept zur Diebstahlsicherung. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass keine nennenswerten Abgänge oder Vandalismus zu verzeichnen sind. Allerdings sind die Geräte bisher von den Schülerinnen und Schülern auch nicht zuhause genutzt worden. Die Entwicklungen werden vorerst beobachtet.

Das Land gibt nur vor, dass den Kindern, die bedürftig sind ein iPad zur Verfügung gestellt werden soll. Welche Kinder nun bedürftig sind, wird nicht beantwortet. Dies wirft bei den Verbandsteilnehmern viele Fragen auf. Welche Kinder sind bedürftig? Die Mittel sind begrenzt - müssen Eltern, die es sich finanziell leisten können, jedoch kein iPad haben, sich zwingend eins kaufen? Thomas Trampe-Brinkmann von der Stadt Ennigerloh ist der Meinung, dass eigentlich jeder Schüler mit einem mobilen Endgerät von der Stadt ausgestattet werden sollte. Dies lässt jedoch die finanzielle Auslastung der Kommunen nicht zu. Alle fühlen sich in dieser Hinsicht vom Land allein gelassen. Darüber hinaus wurde viel über den digitalen Ausbau diskutiert. Denn ein mobiles Endgerät reicht nicht allein, um ein digitales Lernen zu ermöglichen.

Auch die Lehrer und Lehrerinnen sollen mit iPads ausgestattet werden. Dafür stehen 55.000€ zur Verfügung. Diese werden nach Lehreranteil aufgeteilt. Nach Abfrage bei der Schulleitung werden die Mittel im Verhältnis 57 Prozent für den Standort Ennigerloh (entspricht 31.350,00 Euro) und 43 Prozent für den Standort Neubeckum (entspricht 23.650,00 Euro) aufgeteilt.

In der heutigen Zweckverbandsversammlung haben alle Teilnehmer dem Beschluss der Verwaltung einstimmig zugestimmt. 

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