Wir haben die vier Bürgermeisterkandidaten und -kandidatinnen zum exklusiven Interview getroffen – und sie haben uns spannende Einblicke in ihre Visionen für die Zukunft unserer Stadt gegeben! Was sie wirklich vorhaben und wie sie Beckum verändern wollen, erfährst du hier!
Dein Beckum:
Was ist Ihre persönliche Motivation, sich für das Bürgermeisteramt zu bewerben? Und warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Sie?
Thomas Lorant:
In diesen Zeiten brauchen wir einen bürgernahen Bürgermeister. Das ist eine meiner Stärken. Bürgernähe ist für mich keine leere Worthülse, sondern gelebte Praxis. Gerade heute ist es wichtig, bei neuen Projekten zuerst mit den Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen. Das ist für mich maßgeblich. Mein Credo ist, die Bürger und die Verwaltung mit einzubeziehen. Falls ich die Wahl gewinne, ist die Zusammenarbeit mit anderen Parteien ebenfalls ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Ich bin überzeugt, dass dies eine meiner großen Stärken ist.
Dein Beckum:
Welche Erfahrungen qualifizieren Sie für dieses Amt?
Thomas Lorant:
Erstens bringe ich Lebenserfahrung mit. Beruflich bin ich als selbstständiger Kaufmann gewohnt, Entscheidungen zu treffen, aber auch im Team zu arbeiten. Ich arbeite gerne mit Menschen und nehme sie mit. In der Vergangenheit haben wir hier in Beckum erlebt, dass es oft anders war.
Dein Beckum:
Welche politischen Werte vertreten Sie und wie spiegeln sich diese in Ihrer Arbeit wider?
Thomas Lorant:
Meine Partei, die FDP, setzt einen starken Fokus auf Bildung, Schulen und Kitas. Wir müssen die bestmögliche räumliche Umgebung für Schülerinnen und Schüler schaffen. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Gestaltung von Räumen und nicht auf Außenfassaden. Wir müssen auf Kosten achten, um das Machbare umzusetzen.
Dein Beckum:
Was sind die drei wichtigsten politischen Themen, die Sie als Bürgermeister sofort angehen würden?
Thomas Lorant:
Erstens, die innere Sicherheit. Ich setze mich klar für die Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes ein, vor allem abends und an den Wochenenden in unseren Stadtteilen, auch in Neubecum. Es gibt derzeit ein Sicherheitsdefizit in Beckum, und das muss angegangen werden. Der kommunale Ordnungsdienst kann Aufgaben übernehmen, die sonst von der Polizei erledigt werden.
Zweitens, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Ich bin Einzelhändler in Beckum und kann mitreden, wenn es um Sauberkeit und Gestaltung geht. In den letzten fünf Jahren ist wenig passiert. Ich möchte den Beckumer Sommer und die Eisbahn nach dem Weihnachtsmarkt wiederbeleben.
Drittens, die Bürgernähe. Ich möchte die Bürger in allen Bereichen mit einbeziehen. Ein Beispiel ist das Hellbachtal, wo die Stadtverwaltung ohne vorherige Rücksprache mit den Bürgern einen Vorschlag vorlegte. Das muss sich ändern. Die Bürger müssen vorher mit einbezogen werden.
Dein Beckum:
Beckum als familienfreundliche Stadt – was ist Ihre Vision und wie möchten Sie dieses Ziel umsetzen?
Thomas Lorant:
Familienfreundlichkeit bedeutet unter anderem ausreichend Kitaplätze. Wir müssen schneller handeln, statt auf 2026 zu warten, wie es derzeit für die Kita auf dem Jakob geplant ist. Zudem müssen wir unsere Freibäder und Sportanlagen stets in gutem Zustand halten und gegebenenfalls erweitern.
Dein Beckum:
Wie möchten Sie Beckum zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort machen?
Thomas Lorant:
Das wird zur Chefsache. Wir brauchen dringend mehr Gewerbeflächen, da es momentan keine neuen gibt. Es ist mir wichtig, dass sowohl kleine als auch große Unternehmen stets einen Ansprechpartner haben. Wir müssen die besten Voraussetzungen für unsere Unternehmen schaffen, vor allem für die kleinen.
Dein Beckum:
Wie stellen Sie sicher, dass die Interessen der Ortsteile Roland, Neubeckum und Vellern in der Gesamtentwicklung von Beckum gleichwertig berücksichtigt werden?
Thomas Lorant:
In Roland haben wir bereits vor fünf Jahren das Baugebiet Augusta Straße gefordert. Es gibt immer noch keinen Fortschritt, was viele Bürgerinnen und Bürger sehr ärgert. Das muss schnellstens vorangetrieben werden. In Neubeckum haben wir zahlreiche Anträge gestellt, da uns dieser Stadtteil besonders am Herzen liegt. Auch in Vellern müssen wir die Bedingungen für die Schule und den Sportverein Rot-Weiß-Vellern verbessern. Beckum sollte als Ganzes betrachtet werden, ohne Unterschiede zwischen den Ortsteilen zu machen. Alle Beckumerinnen und Beckumer sollten gleichwertig behandelt werden.
Dein Beckum:
Der Haushaltsplan für 2025 weist einen Fehlbetrag von 10,1 Millionen Euro auf. Wie möchten Sie sicherstellen, dass die Investitionen langfristig tragbar bleiben und die Stadt gleichzeitig die Haushaltslage stabilisiert?
Thomas Lorant:
Es ist wichtig, dass wir bei großen Projekten die Prioritäten richtig setzen und die finanziellen Grenzen einhalten. Ein Beispiel ist die Sanierung der Martin-Schule, bei der ich die Sanierung vor einem Neubau bevorzugen würde. Natürlich müssen wir auch bei kleineren Projekten auf die Kosten achten. Es braucht eine strikte Haushaltsdisziplin. Aber dennoch müssen wir in die notwendigen Bereiche wie Schulen, Kindergärten und Infrastruktur investieren.
Wir bedanken uns herzlich bei Thomas Lorant für das offene und aufschlussreiche Gespräch und die spannenden Einblicke in seine Visionen für Beckum!
Hinweis: Allen Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten wurden die gleichen Interviewfragen gestellt. Dein Beckum ist parteipolitisch neutral.
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