9. August 2025 / Politik

Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Eickmeier im exklusiven Interview mit Dein Beckum

Erfahre, wie Elisabeth Eickmeier als Bürgermeisterin Beckum voranbringen will.

Wir haben die vier Bürgermeisterkandidaten und -kandidatinnen zum exklusiven Interview getroffen – und sie haben uns spannende Einblicke in ihre Visionen für die Zukunft unserer Stadt gegeben! Was sie wirklich vorhaben und wie sie Beckum verändern wollen, erfährst du hier!

Dein Beckum:
Was ist Ihre persönliche Motivation, sich für das Bürgermeisteramt zu bewerben, und warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für Sie?

Elisabeth Eickmeier:
Ich möchte Bürgermeisterin für Beckum, Neubeckum, Roland und Vellern werden, denn Beckum ist mein Zuhause und die Entwicklung der Stadt liegt mir am Herzen. Beckum braucht eine Bürgermeisterin, die sich für alle Generationen einsetzt. Meine langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik, Öffentlichkeitsarbeit und dem Ehrenamt hat mir gezeigt, dass bürgernahe Entscheidungen am besten sind. Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt müssen wieder eine starke Stimme in der Kommunalpolitik haben. Es ist wichtig sie einzubeziehen, bevor Pläne ausgearbeitet werden. Ich kandidiere zum jetzigen Zeitpunkt, um genau das umzusetzen.

Dein Beckum:
Welche Erfahrungen bringen Sie mit, die Sie für dieses Amt qualifizieren?

Elisabeth Eickmeier:
Ich verfüge über zehn Jahre Berufserfahrung im Bereich Finanzen, mehr als fünfzehn Jahre im Bereich Kommunikation und engagiere mich seit fünf Jahren intensiv in vielen Ausschüssen und Arbeitsgruppen der Stadt Beckum und des Kreistags, in denen ich Mitglied bin. Zu den Ausschüssen und Arbeitsgruppen gehören beispielsweise der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, der Ausschuss Arbeit Soziales und Gesundheit, die Kommunale Gesundheitskonferenz des Kreises Warendorf und auch die Konferenz Alter und Pflege. Ich habe in den vergangenen Jahren sowohl als Mitglied des Vorstands der FWG Beckum als auch der FWG Kreis Warendorf in den Haushaltsplanberatungen mitgearbeitet und bin somit im Bild, was die Finanzen angeht. Ich bin es gewohnt, in den Ausschüssen gemeinsam mit den anderen Fraktionen themengebunden zusammenzuarbeiten – sachlich, bürgernah und mit dem Ziel, die Stadt Beckum nach vorne zu bringen.

Dein Beckum:
Welche politischen Werte vertreten Sie und wie spiegeln sich diese in Ihrer Arbeit wider?

Elisabeth Eickmeier:
Ich stehe für sachbezogene, unabhängige und bürgernahe Politik für Beckum, Neubeckum, Roland und Vellern. Das Wohl der Menschen steht im Mittelpunkt meiner Arbeit. Die Grundlage für mein politisches Handeln bilden die Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ich will ihre Interessen vertreten und ein zukunftsfähiges Beckum schaffen. Dies möchte ich durch kommunalpolitisches Engagement am runden Tisch umsetzen. Dadurch binde ich die Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozess ein.
 
Dein Beckum:
Was sind die drei wichtigsten politischen Themen, die Sie als Bürgermeisterin in Beckum sofort angehen möchten, und warum?

Elisabeth Eickmeier:
Die drei wichtigsten Themen sind für mich die Kinderbetreuung, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie die Förderung des Wirtschaftsstandortes Beckum. Die Kinderbetreuung in Beckum muss ausgebaut und verbessert werden. Es sind insgesamt fünf neue Kindergärten geplant. Verzögerungen, wie wir sie bei der 6 Gruppen Kita Auf dem Jakob hatten, müssen vermieden werden. Hier gab es eine Verschiebung der Bezugsfertigkeit um zwei Jahre, was zeigt, dass es wichtig ist, direkte verbindliche Absprachen mit dem Investor und dem Träger zu treffen. Wir brauchen auch mehr bezahlbaren Wohnraum. Dies könnte beispielsweise auf Flächen der ehemaligen Eichendorfschule und auf dem Renfert-Gelände in Beckum umgesetzt werden. Ich möchte Beckum als Wirtschaftsstandort stärken, indem ich mich für die Erschließung neuer Gewerbeflächen stark mache. Gewerbesteuern sind Einnahmen, die für die Stadt Beckum wichtig sind, um Projekte zu finanzieren. Gespräche mit Unternehmerinnen und Unternehmern sollten zum Ziel haben, die Wirtschaft zu stärken und die Lebensqualität in unserer Stadt zu erhöhen.

Dein Beckum: 
Beckum als familienfreundliche Stadt – was ist Ihre Vision und wie wollen Sie dieses Ziel konkret umsetzen?

Elisabeth Eickmeier:
Die FWG hat sich für den Bau neuer Kindertagesstätten sowie bauliche Erweiterungen eingesetzt. Nur durch genug Betreuungsplätze können wir eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen. Mir ist auch der Neubau, die Sanierung und Erweiterung unserer Schulen ein Anliegen. Hier sind beispielweise die Sonnenschule und das AMG zu nennen. Für eine familienfreundliche Stadt braucht es mehr Fahrradstraßen. Dadurch kommen Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler sicher an. Dies soll durch ein überarbeitetes Fahrradkonzept mit einem inneren Fahrradring erreicht werden.

Dein Beckum:
Wie machen Sie Beckum zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort?

Elisabeth Eickmeier:
Um Beckum zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort zu machen, benötigt es mehrere Maßnahmen. Zunächst ist die Schaffung von neuen Gewerbeflächen wichtig, um neue Unternehmen anzuziehen und bestehende Firmen zu unterstützen. Das schafft Arbeitsplätze und stärkt die lokale Wirtschaft. Ein weiterer Punkt ist die Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft. Dies umfasst eine gute Kommunikation mit den Unternehmen über Fördermaßnahmen sowie schnellere und digitale Genehmigungsverfahren. Dadurch haben die Unternehmen mehr Planungssicherheit. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gfw), in deren Aufsichtsrat ich vertreten bin, bietet viele Hilfestellungen für Unternehmen und auch Start-ups an. Außerdem ist auch die Lebensqualität in Beckum ein entscheidender Faktor. Eine attraktive Stadt mit guten Schulen und Freizeitangeboten zieht Fachkräfte und Familien an.

Dein Beckum:
Wie stellen Sie sicher, dass die Interessen der Ortsteile Roland, Neubeckum und Vellern in der Gesamtentwicklung von Beckum gleichwertig berücksichtigt werden? 

Elisabeth Eickmeier:
Ich wünsche mir mehr Bürgerbeteiligung in allen Ortsteilen, denn mehr Dialog bedeutet mehr Akzeptanz bei Projekten, die vor Ort umgesetzt werden sollen. In Vellern gibt es das Dorfgespräch, dieses Format möchte ich gern als „Stadtgespräch“ auch für Beckum, Neubeckum und Roland etablieren. So können die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über ein Projekt informiert werden und ihre Meinung kann in die Planung einfließen.

Dein Beckum:
Der Haushaltsplan für 2025 weist einen Fehlbetrag von 10,1 Millionen Euro auf und die Stadt muss in den kommenden Jahren große Investitionen tätigen, insbesondere im Bereich Bildung und Infrastruktur. Wie möchten Sie als Bürgermeisterin sicherstellen, dass diese Investitionen langfristig finanziell tragbar bleiben und die Stadt gleichzeitig ihre Haushaltslage stabilisieren kann?

Elisabeth Eickmeier:
Die Investitionen in Bildung und Infrastruktur müssen langfristig tragbar sein. Dies geht nur durch eine starke Wirtschaft. Wir müssen die Einnahmeseite stärken, zum Beispiel durch die Umsetzung unseres Wirtschaftsförderungskonzepts sowie die Erschließung von Gewerbeflächen vor Ort. Damit schaffen wir mehr Arbeitsplätze und erhöhen die Steuereinnahmen. Wir müssen auch gezielt Fördergelder nutzen, um Projekte kostengünstig umzusetzen. Hier ist eine strenge Kontrolle der Budgets wichtig, um Nachträge und Kostensteigerungen zu vermeiden. Großprojekte, wie z.B. der Neubau der Feuerwache werden zwar kreditfinanziert sein, schaffen aber einen gesellschaftlichen Mehrwert. Insgesamt ist es mein Ziel, die Investitionen so zu steuern, dass wir die Stadt zukunftssicher machen, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden.

Wir bedanken uns herzlich bei Elisabeth Eickmeier für das offene und aufschlussreiche Gespräch und die spannenden Einblicke in seine Visionen für Beckum!
Hinweis: Allen Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten wurden die gleichen Interviewfragen gestellt. Dein Beckum ist parteipolitisch neutral.

Komm zum Bürgermeister Quadrell am 24. August im Eventcenter und mach dir dein eigenes Bild von den vier Beckumer Kandidat:innen. Alle Infos findest du >> HIER!

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