5. März 2026 / Politik

Bebauungsplan „An der Steinbruchallee“ Beckum

Ausschuss passt Ökobilanz an und aktualisiert Unterlagen

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat am Dienstag, den 3. März 2026, einstimmig eine Ergänzung zum Bebauungsplan Nr. 74 „An der Steinbruchallee“ beschlossen. Im Mittelpunkt standen eine überarbeitete ökologische Bilanz und die Aktualisierung der Planunterlagen, die für das weitere Verfahren nun verbindlich sind. 

Ökobilanz neu berechnet
Für das geplante Wohngebiet nördlich der Zementstraße wurde die sogenannte Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung überarbeitet. Sie beschreibt, wie stark Natur und Landschaft durch das Baugebiet beansprucht werden und welche Ausgleichsmaßnahmen, etwa zusätzliche Begrünung oder Aufwertungen anderer Flächen, nötig sind.

Nach der Neuberechnung fällt der Ausgleichsbedarf etwas geringer aus als bisher angenommen: Statt 20.857 müssen nun 19.200 ökologische Werteinheiten kompensiert werden. Die Differenz ergibt sich aus einer aktualisierten Bewertung der betroffenen Flächen und der vorgesehenen Maßnahmen.

Planunterlagen verständlich erklärt
Mit der neuen Bilanz wurden auch die Planunterlagen angepasst. Vereinfacht gesagt, die bisherigen Zeichnungen und Texte zum Bebauungsplan sowie der dazugehörige Umweltbericht werden durch eine aktualisierte Fassung ersetzt, in der die neuen Zahlen und Bewertungen eingearbeitet sind.
Der Ausschuss hat zunächst einstimmig diesem Austausch zugestimmt und anschließend auch die geänderte Beschlussvorlage ohne Gegenstimme beschlossen. Für alle weiteren Schritte im Verfahren gelten damit nur noch die aktualisierten Unterlagen.

Was dort entstehen soll
Am grundsätzlichen Ziel ändert sich nichts: Zwischen der Oelder Straße und der Neubeckumer Straße, nördlich der Zementstraße, soll ein neues Wohnquartier mit rund 210 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind verschiedene Wohnformen, von Mehrfamilienhäusern über Reihen- und Doppelhäuser bis hin zu Einfamilienhäusern. Eine Kita und ein starker Bezug zu den künftigen Grünflächen am rekultivierten Steinbruch sollen das Quartier abrunden.

Zusätzlich wurde in der Sitzung eine verbindliche gestalterische Vorgabe getroffen. Im gesamten Baugebiet sind ausschließlich schwarze beziehungsweise anthrazitfarbene Dächer zulässig. Die einheitliche Farbgestaltung soll dem künftigen Wohnquartier eine klare Identität sowie ein harmonisches und modernes Erscheinungsbild verleihen.

Text: Lina Mance 

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