21. Januar 2022 / Meldung der Stadt Beckum

Städtebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb Steinbruch Nord

Teilnehmende Büros ausgelost

Im Dreieck zwischen Oelder Straße, Neubeckumer Straße und Zementstraße und südlich der künftigen Steinbruchallee soll ein neues Wohngebiet für etwa 225 Wohneinheiten entstehen. Für die städtebauliche und landschaftliche Planung des Gebiets hat die Stadt Beckum einen europaweiten Wettbewerb für Architektur- und Stadtplanungsbüros initiiert. 61 Bewerbungen sind dafür eingegangen, darunter 4 aus dem Ausland. Im Vorfeld wurden 5 Büros ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen. Weitere 10 sowie 7 Nachrückende wurden jetzt ausgelost. Damit kann der städtebaulich-landschaftsplanerische Wettbewerb nun starten.

„Mit diesem Verfahren werden wir ein breites Spektrum an Lösungsvorschlägen erhalten, wie das Plangebiet auf möglichst qualitätvolle Weise entwickelt werden kann“, zeigte sich Bürgermeister Michael Gerdhenrich vom Prozedere überzeugt. „Ich bin sehr auf die unterschiedlichen Entwurfsansätze gespannt.“

Die Aufgabe der Büros besteht darin, in Zusammenarbeit mit einem Büro für Landschaftsarchitektur ein vielfältiges, attraktives Wohngebiet mit einer eigenen Identität zu entwickeln. Die integrierte Lage des Plangebiets und die Nähe zu Versorgungsreinrichtungen, Kitas und Schulen bieten hierfür gute Voraussetzungen. Belange des Klimaschutzes und der Klimaanpassung müssen berücksichtigt werden.

Auf der insgesamt 15,3 Hektar großen Wettbewerbsfläche sind 6 Hektar landschaftsplanerisch zu gestalten. Für die Rekultivierung des Steinbruchs wird beispielsweise die sogenannte Steinbruchallee hergestellt, die den Beckumer Alleenring (im Süden die Pflaumenallee) weiter fortführt. Außerdem sind Gewässer, Naturentwicklungsflächen, Gehölzpflanzungen und Grünland geplant.

In dem künftigen Wohngebiet mit einem Mix aus verschiedenen Wohnformen soll einmal ein neues Zuhause für rund 500 Menschenentstehen. Ein großer Spielplatz und ein Ballsportfeld sind einzuplanen. Die Planung soll zudem das neue Wohngebiet mit der Bestandsbebauung verzahnen und die erweiterte nördliche Innenstadt mit dem Landschaftsraum der neuen Steinbruchallee vernetzen.

Die bis zu 15 teilnehmenden Büros müssen ihre Planunterlagen bis Mitte April einreichen. Im Anschluss entscheidet eine Jury über die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs. Die besten Entwürfe werden mit Preisgeldern prämiert. Planmäßig soll der 1. Preiträger mit der weiteren Bearbeitung beauftragt werden. Im Juni sollen die Pläne und Modelle in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Diesem Prozess schließt sich das Bauleitplanverfahren an.

Begleitet wird das Wettbewerbsverfahren durch das Büro Drees & Huesmann aus Bielefeld. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat die Auslobung am 24. November 2021 beschlossen.

 

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