19. Juli 2025 / Lokales

Theresa de Silva aus Vellern begeistert bei „Das große Backen – die Profis“

Mit veganer Patisserie und viel Kreativität backt sich die Konditorin in die Herzen der Zuschauer.

Theresa de Silva aus Vellern ist aktuell bei der beliebten SAT.1-Show Das große Backen – die Profis zu sehen – und begeistert dort nicht nur mit handwerklichem Können, sondern auch mit kreativer veganer Patisserie. Im Interview erzählt die leidenschaftliche Konditorin, wie es sich anfühlt, Teil dieser hochkarätigen Back-Show zu sein, was sie antreibt und wie ihre Reise in die süße Welt des Backens begann.

Wie fühlt es sich an, Teil von „Das große Backen – die Profis“ zu sein, und was war Ihre Motivation, an der Show teilzunehmen?

"Es ist eine sehr spannende und aufregende Erfahrung, in einer so großen Sendung und einem so vielfältigen Berufswettbewerb dabei zu sein.  Jede Aufgabe hat ihre eigenen Herausforderungen und zeigt die schönsten Facetten unseres Berufs, den ich sehr liebe. Meine Motivation, an der Show teilzunehmen war, mich selbst einer neuen und unbekannten Herausforderung zu stellen. Zu zeigen, wie spannend vegane Parisserie sein kann und wie wir kaum begangene Wege gehen können für moderne und hochwertige Produkte. Für mich als Selbstständige ist es natürlich auch ein guter Weg, Reichweite für meine lokalen Hobby-Kurse und deutschlandweiten Profi-Kurse zu gewinnen."

Können Sie uns etwas über Ihre Anfänge in der Backkunst erzählen? Was war der Moment, in dem Sie wussten, dass Sie Konditorin werden möchten?

"Ich habe schon sehr früh meine Leidenschaft für das Kochen und Backen entdeckt. Vor allem die Koch-AG an der Grundschule in Vellern, in der wir auch kompliziertere Produkte, wie z.B. Windbeutel, gezaubert haben, hat meine Begeisterung geweckt. Meine Mutter hat mich schon früh in meiner Experimentierfreudigkeit in der Küche unterstützt. Ich durfte mich frei ausprobieren und die Familie hat mit mir gemeinsam alles probiert und zelebriert (auch wenn es manchmal wirklich nicht lecker war). 
Geburtstagstorten und Kuchen für sämtliche Familienfeste waren meine Kindheits-Leidenschaft. Auch Freundinnen meiner Mutter haben meine Leidenschaft gefördert und sich die Zeit genommen, mit mir zu backen. In der weiterführenden Schule habe ich dann mit Praktika in der Konditorei angefangen und meinen Berufswunsch gefestigt."

Wie gehen Sie mit dem Druck in der Show um, vor laufender Kamera und in einem so wettbewerbsintensiven Umfeld zu arbeiten?

"Der Druck war für mich vor allem anfänglich sehr hoch. In einem ungewohnten Umfeld zu performen mit vielen neuen Herausforderungen und dabei den Fokus nicht zu verlieren, braucht eine hohe mentale und körperliche Belastungsgrenze. Das Schöne ist, dass es uns Profis, die das erste Mal einzeln und nicht im Team angetreten sind, sofort sehr eng zusammengeschweißt hat. Wir hatten von Anfang an einen freundschaftlichen Teamspirit und haben uns gegenseitig unterstützt und angefeuert."

Was war die größte Herausforderung, der Sie bisher in der Show begegnet sind und wie haben Sie sie gemeistert?

"Die größte Herausforderung der Show war, auch wenn mal etwas schiefgeht, den Fokus zu behalten und nicht zu hart mit sich ins Gericht zu gehen.  Bei so vielen Aufgaben unter Zeitdruck, in einer so engen Taktung und dazu noch in einer ungewohnten Umgebung, kann immer etwas schief gehen. Man muss akzeptieren, dass Hochs und Tiefs zu der Reise dazugehören- die Reise in all ihren Facetten zu genießen ist die größte Kunst."

Haben Sie Tipps für angehende Bäcker und Konditoren, die sich eine Karriere in dieser kreativen Branche wünschen?

"Mein wichtigster Tipp ist, sich bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebs Zeit zu lassen und sich darauf zu besinnen, was man alles lernen möchte und ob der Betrieb das abbilden kann. Viele Azubis geben den Beruf nach der Ausbildung auf, da der Betrieb keine passende Vision von dem bieten konnte, was das Leben als Konditor:in individuell bedeutet. Eine Ausbildung muss nicht immer leicht sein und bringt natürlich ihre Herausforderungen mit sich, doch man sollte nie die Vielfalt außer Acht lassen und die Möglichkeiten, die man sich selber schaffen kann. Dafür lohnt es sich, gewissenhaft abzuwägen und im Zweifelsfall auch in eine andere Stadt zu ziehen.
Daher bin ich für meine Ausbildung nach Bremen gezogen und auch rückblickend betrachtet sehr glücklich über diese Entscheidung."

Mit viel Herzblut, Kreativität und dem Mut, neue Wege zu gehen, zeigt Theresa de Silva, wie modern und inspirierend das Konditorenhandwerk heute sein kann – auf dem Bildschirm und weit darüber hinaus. Wir danken Theresa de Silva herzlich für das offene und ehrliche Gespräch – und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Fotos: ©Joyn/Claudius Pflug

Instagram: @theresa.de.silva

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