skate-aid Beckum steht vor dem nächsten großen Schritt. Mit einer eigenen Skatehalle am Sudhoferweg bekommt das Projekt erstmals eine feste Heimat und hebt seine Arbeit auf ein neues Level.
„Wir hätten nie gedacht, dass wir eine eigene Halle bekommen“, sagt Initiator Markus Pust. Der entscheidende Impuls kam aus der Zusammenarbeit mit der BEUMER Group. „Christoph hat uns von Anfang an unterstützt. Als es um die Halle ging, ist er direkt eingesprungen“, so Markus Pust.
Die neue Fläche schafft völlig neue Möglichkeiten. Ab Juni sollen dort regelmäßig Skatekurse stattfinden. Unabhängig vom Wetter, planbar und deutlich umfangreicher als bisher. „Das wird für Beckum richtig was lostreten, weil wir viel mehr anbieten können“, erklärt Markus Pust. Neben klassischen Kursen sind auch neue Formate geplant, darunter gezielte Angebote für traumatisierte Kinder und weitere soziale Projekte.
Für Dr. Christoph Beumer ist das Engagement eine bewusste Entscheidung. „Ich fand die Idee von Anfang an stark“, sagt er. „Beim Skaten lernst du, hinzufallen und wieder aufzustehen. Wenn du liegen bleibst, kommst du nicht weiter. Genau das brauchen Kinder heute.“
Wie diese Haltung in der Praxis aussieht, zeigte sich beim Tag der offenen Tür zum 90-jährigen Jubiläum der BEUMER Group. Unter blauem Himmel wurde eine Mini-Ramp und kleinere Rampen aufgebaut, auf der Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren ihre ersten Versuche machten oder ihr Können zeigten.
Auch Bürgermeister Michael Gerdhenrich ließ es sich nicht nehmen, selbst aufs Board zu steigen. Er begleitet skate-aid Beckum seit Beginn als Schirmherr. Die Unterstützung aus Politik und Wirtschaft zeigt, welchen Stellenwert der Verein inzwischen in der Stadt hat.
Ein Teil dieser Entwicklung ist auch Finn Loftus, der Sohn von Markus Pust. Mit gerade einmal 15 Jahren steht er längst nicht mehr nur selbst auf dem Board, sondern gibt seine Erfahrungen an Jüngere weiter. „Ich skate seit meinem sechsten Lebensjahr“, sagt er. „Die Community ist das, was Skaten besonders macht.“
Für viele Kinder wird er damit selbst zum Vorbild. „Die, die es können, helfen den Anfängern. Jeder hat mal klein angefangen“, so Finn Loftus. „Es gibt keine Angeber. Nur Leute, die dir helfen.“
Mit der neuen Halle bekommt der Verein jetzt die passenden Rahmenbedingungen, um weiter zu wachsen. Ein Ort, an dem nicht nur geskatet wird, sondern an dem Kinder Selbstvertrauen entwickeln und Gemeinschaft entsteht. Für Finn Loftus ist genau das der Kern des Ganzen.
Auf dem Foto von links: Markus Pust, Finn Loftus und Dr. Christoph Beumer





