Große Spannung, viel Applaus und ein besonderer Abend für die Sekundarschule Beckum: Am 25. Juni 2026 feierte die dritte Folge der schuleigenen Serienproduktion „Die Leerer unt die Schüla“ im Stadttheater Filou Premiere. Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher kamen, um die neue Folge „Alles Nichts Wert“ erstmals auf der großen Leinwand zu erleben.
Die im Jahr 2024 gestartete Serienproduktion befindet sich inzwischen in der dritten Runde; die Planungen für die vierte Folge sind angelaufen. Mit jeder neuen Folge entwickelt sich das Projekt weiter und verbindet Schauspiel, Technik, Kreativität und Medienbildung miteinander. Die aktuelle Folge 3 setzt die Geschichte rund um die fiktive Fürst-von-Beckum-Schule fort und beschäftigt sich mit einem Thema, das für jede Schule eine große Bedeutung hat: Vandalismus!
Bereits vor Beginn der Vorstellung war die Stimmung im Saal von Neugier und Vorfreude geprägt. Viele Gäste wollten wissen, wie sich die Serienproduktion seit der letzten Folge weiterentwickelt hatte. Nach rund einem Jahr Pause war die Erwartung groß, ob das Team die Qualität erneut steigern konnte.
Die Reaktion des Publikums fiel eindeutig aus: Nach der Vorführung gab es großen Applaus. Auch die digitale Feedbackrunde bestätigte die positive Resonanz. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lobten die neue Folge unter anderem als „super“, „top“ und „ein tolles Projekt“. Besonders hervorgehoben wurden der Unterhaltungsfaktor, der Humor und die sichtbare Weiterentwicklung der Konzeptes hin zur Serienproduktion.
Vandalismus als zentrales Thema der dritten Folge
Die dritte Serienfolge trägt den Titel „Alles Nichts Wert“ und setzt sich mit den Folgen von Vandalismus auseinander.
An der fiktiven Fürst-von-Beckum-Schule häufen sich Zerstörungen und Sachbeschädigungen. Flure, Wände und Einrichtungsgegenstände werden mutwillig beschädigt. Die bisherigen Schuldetektive „Die Mehlwürmer“ übergeben ihre Aufgabe an eine neue Generation von Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer hinter den Vorfällen steckt.
Die Folge zeigt dabei nicht nur die Auswirkungen von Zerstörung, sondern vermittelt eine klare Botschaft: Niemand sollte sich durch Gruppendruck, Belohnungen oder persönliche Vorteile dazu verleiten lassen, Regeln zu brechen oder Straftaten zu begehen.
Die Serienfolge macht darauf aufmerksam, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit allem was Schule bietet, ist. Das Thema wurde bewusst gewählt, da Vandalismus und ein fehlender wertschätzender Umgang in allen Schulen mittlerweile ein großes Thema ist.
Aufwendige Produktion mit über 60 Schülerinnen und Schülern vor und hinter der Kamera
Hinter der dritten Serienfolge steckt eine intensive Produktionsphase von Oktober 2025 bis Anfang Juni 2026. Insgesamt waren über 60 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 10 beteiligt, vor der Kamera, bei Technik, Ton, Licht, Kulissen, Maske und Organisation.
Die Arbeit an der Serie erfolgte regelmäßig: Neben einer wöchentlichen Besprechung gab es zwei Drehtage pro Woche. Zusätzlich arbeitete der WPU-Filmschnittkurs des Jahrgangs 10 kontinuierlich an der Nachbearbeitung und setzte die bereits gedrehten Szenen zu einer fertigen Serienfolge zusammen.
Die jüngeren Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 7 übernahmen vor allem Aufgaben in den Bereichen Schauspiel und Kamera. Der Schnitt wurde vom Jahrgang 10 tatkräftig unterstützt. Die Regie und Gesamtleitung lagen beim Initiator des Filmprojektes, Dominik Heyer.
Die dritte Folge umfasst insgesamt 66 Szenen inklusive Intro, Rückschau, zwei Werbespots und Outtakes und hat eine Länge von rund 65 Minuten.
Professionelle Technik und moderne Filmverfahren
Bei der Premiere erhielten die Gäste auch Einblicke in die umfangreiche Arbeit hinter den Kulissen. Die Produktion umfasste unter anderem Greenbox-Aufnahmen, digitale Nachbearbeitung und den Einsatz KI-gestützter Verfahren.
Ein besonderer Dank ging an die Magdalene und Bernhard Beumer Stiftung, deren Unterstützung die Anschaffung einer professionellen Kamera ermöglichte und damit neue Möglichkeiten für die Serienproduktion eröffnete.
Einige Szenen konnten nur durch moderne Technik umgesetzt werden. Mithilfe von Greenbox, digitalen Effekten und KI wurden Situationen dargestellt, die in der Realität nicht sicher oder nicht möglich gewesen wären. Alle besonderen Szenen wurden sorgfältig geplant und sicher umgesetzt.
Premiere mit Gästen und besonderer Würdigung
Unter den Gästen befanden sich Schulleitungen verschiedener Schulen aus Beckum, Neubeckum und Umgebung, insbesondere auch aus den Grundschulen.
Nach der Vorführung folgte eine galawürdige Preisverleihung im Stile der „Oscars“. Dabei wurden besondere Leistungen der Schülerinnen und Schüler gewürdigt. Ausgezeichnet wurden unter anderem besondere Leistungen im Schauspiel sowie Engagement in den Bereichen Kamera, Schnitt, Licht und Ton.
Die Hauptpreise wurden durch eine Abstimmung der mehr als 200 Gäste im Stadttheater vergeben. Weitere Auszeichnungen wurden auf der Grundlage von Beobachtungen des Serienproduktionsteams und von Dominik Heyer während des gesamten Schuljahres vergeben. Und auch Ehrenpreise und Urkunden wurden verliehen, z.B. an Michael Gerdhenrich für seine Leistung in einer wichtigen Gastrolle.
Blick nach vorn: Eine vierte Serienfolge ist geplant
Am Ende der Veranstaltung gab Dominik Heyer einen persönlichen Ausblick auf die Zukunft der Serienproduktion. Er berichtete, dass er in den kommenden Sommerferien Vater einer
Tochter wird und sich zunächst in seiner neuen Rolle als Vater einfinden möchte. Dadurch wird im kommenden Schuljahr voraussichtlich weniger Zeit für die Arbeit an der nächsten Serienfolge zur Verfügung stehen.
Trotzdem steht fest: Es wird eine vierte Folge von „Die Leerer unt die Schüla“ geben.
Das Drehbuchteam verrät aber noch keine Einzelheiten über die neuen Aufgaben und Abenteuer der „Mehlwürmer“ in der Fürst-von-Beckum-Schule.
Die Daten für die Premiere von Folge 4 werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Eine besondere Neuerung bei Folge 4 wird die geplante Kooperation mit der Grundschule an den Kastanien sein. Schülerinnen und Schüler der Grundschule sowie deren Schulgebäude sollen erstmals stärker in die Serienproduktion einbezogen werden. Damit erweitert sich das Projekt über die Grenzen der Sekundarschule Beckum hinaus.
Eine Serienproduktion mit Zukunft
Mit „Die Leerer unt die Schüla“ zeigt die Sekundarschule Beckum, wie Schülerinnen und Schüler kreativ, technisch und gemeinschaftlich an einem großen Projekt arbeiten können. Seit dem Start im Jahr 2024 ist aus einer Idee ein etabliertes Schulprojekt entstanden, das viele Menschen begeistert und auch in Zukunft weitergeführt werden soll.
Die erfolgreiche Premiere von Folge 3 „Alles Nichts Wert“ hat gezeigt: Die Serie entwickelt sich weiter, mit neuen Themen, neuen Herausforderungen und vielen engagierten Schülerinnen und Schülern hinter und vor der Kamera.
Text: Busra Inci, Dominik Heyer
Fotos:
Dominik Heyer auf dem Einrad bei der Premiere im Filou
Weitere Fotos Marlen Taape und Josy Roske moderieren die Premiere.
Szenenfotos aus den Drehtagen:
Michael Gerdheinrich in seiner Gastrolle als Bauleiter.





