Was zwei Jahre lang geplant wurde, steht kurz vor seiner Premiere: Vom 19. bis 21. Juni 2026 feiern der Schützenverein Beckum-Norden und die Schützengilde Sandkuhle erstmals ein gemeinsames Schützenfest im Aktivpark Phoenix in Beckum. Dafür wurde eigens die Interessengemeinschaft „Schützenfest in Beckum" gegründet. Dein Beckum war mit den Organisatoren vorab im Interview und hat nachgefragt, was hinter dem gemeinsamen Schützenfest steckt.
Kein Zusammenschluss, sondern Aufbruch
Zwei Vereine mit eigener Geschichte, eigenem Stolz, eigenen Traditionen, was musste intern geopfert werden? Die Antwort der Organisatoren ist eindeutig: nichts davon ist ein Opfer. Es gibt einen neuen Schützenplatz, manche Wege sind länger geworden, vertraute Orte wie das Ehrenmal wurden aufgegeben. Doch all das sehen die Vorsitzenden als „Aufbruch in die Zukunft des Beckumer Schützenwesens". Wichtig dabei: Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen Vereinszusammenschluss. Beide Vereine bleiben rechtlich selbstständig. Gemeinsam wird gefeiert, getrennt bleibt die Identität.
Ehrliche Gründe für ein gemeinsames Fest
Ja, die Kosten für Schützenfeste sind nach Corona deutlich gestiegen. Allein der Preis für das Festzelt hat sich nach Angaben der Organisatoren nahezu verdoppelt. Wirtschaftliche Überlegungen spielen also eine Rolle. Aber nicht nur das: Auch die Vorstandsarbeit werde zunehmend schwieriger. „Drei Tage zu feiern ist für viele Schützenschwestern und Schützenbrüder kein Problem, aber über das Jahr zu planen, zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen, dazu sind die meisten nicht bereit", erklären die Vorsitzenden offen. Der Schritt komme daher bewusst jetzt, solange es beiden Vereinen finanziell noch gut geht, um sich gemeinsam größer, stärker und zukunftsfähiger aufzustellen.
Ein Platz mit Potenzial
Der Phönixpark ist grün, weitläufig und atmosphärisch. Die Organisatoren schwärmen: „Die neue Schützenanlage ist landschaftlich wunderschön. Und wenn dann zum Fest alle Bäume rund um den Platz grüne Blätter tragen, dann ist das schon einmalig anzusehen." Doch der Platz bietet mehr als Kulisse. Er hat ausreichend Raum auch für weitere Feste in Beckum und wer weiß, so die Organisatoren, ob sich künftig weitere Beckumer Schützenvereine vorstellen könnten, dort gemeinsam zu feiern.
Die Interessengemeinschaft als Modell
Geteilt werden Festwirt, Programm und Platz, aber jeder Verein bleibt eigenständig. „Alle Entscheidungen für die Festfolge haben wir gemeinsam beschlossen und organisiert. Die Zusammenarbeit der vier Hauptorganisatoren und der einzelnen Arbeitsgruppen war stets respektvoll und harmonisch." Die Interessengemeinschaft ist dabei der offizielle Vertragspartner für die Stadt Beckum, den Festwirt, die Musik und die Sponsoren.
Tradition trifft Moderne und Bull-Riding
Was sagt man einem Jugendlichen aus Beckum, der mit Schützenfest nichts anfangen kann? „Schützenfeste gehören zur DNA der Stadt Beckum. Seit über einhundert Jahren werden hier Schützenfeste gefeiert." Und: Das Programm 2026 hat einiges zu bieten, was junge Menschen ansprechen soll. DJ, Partyband und Bull-Riding gehören genauso zum Programm wie Antreten, Gottesdienst, Kranzniederlegung, Umzüge und Zapfenstreich. „So entsteht eine Symbiose aus Tradition und Moderne." Die Einladung an die Jugend lautet deshalb: nicht nur am 19. Juni, sondern an allen drei Tagen in den Phönixpark kommen.
Wer also neugierig ist, offen für Neues und das Beckumer Schützenwesen einmal hautnah erleben möchte: Das erstre Schützenfest im Phönixpark wartet vom 19. bis 21. Juni!
Auf dem Bild siehst du das verantwortliche Organisationsteam: Michael Louen (2. Vorsitzender der Schützengilde Sandkuhle), Frank Rößler (1. Vorsitzender der Schützengilde Sandkuhle und Geschäftsführer der IG), Bernd Mollemeier (1. Vorsitzender des Schützenvereins Beckum-Norden und Geschäftsführer der IG) und Marcel Pohlmann (Geschäftsführer des Schützenvereins Beckum-Norden).





