Das Kulturgut Samson in Tönnishäuschen war am Donnerstag, 3. September, Treffpunkt zahlreicher Imker aus dem gesamten Kreisgebiet. Anlass war die gemeinsame Abgabe der Honiglose für die Honigbewertung 2026.
Die rund 90 Proben wurden in Tönnishäuschen gesammelt, kontrolliert und für die Weiterleitung zur Honigbewertung des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker vorbereitet. Dabei mussten die Honiglose korrekt gekennzeichnet, die Unterlagen geprüft und alle abgegebenen Proben vollständig erfasst werden. Die organisatorische Zuordnung zu den Teilnehmern erfolgt getrennt von der eigentlichen Prüfung, sodass bei der Bewertung die festgelegten Qualitätskriterien und die Beschaffenheit des jeweiligen Honigs maßgeblich sind. Die sorgfältig vorbereiteten Abläufe im Kulturgut Samson sorgten dafür, dass die große Zahl von Proben zügig bearbeitet werden konnte.
Die Honigbewertung verbindet dabei Wettbewerb und Qualitätskontrolle. Einerseits geht es für die Imker um die Anerkennung besonders gelungener Honige, andererseits dient das Verfahren dazu, die Erzeugung qualitativ hochwertigen Honigs nach den Standards des Deutschen Imkerbundes zu fördern und diese Qualitätsmaßstäbe im Bewusstsein der Imkerschaft wachzuhalten.
Für die Teilnehmer blieb bei der Sammelabgabe zugleich Zeit für Gespräche. Imker aus verschiedenen Ortsvereinen nutzten die Gelegenheit, sich über das zurückliegende Bienenjahr, die Honigernte und ihre Erfahrungen an den eigenen Bienenständen auszutauschen.
Unter ihnen war auch Sina Berkenhaus aus Wadersloh. Die junge Imkerin hatte bereits im Frühjahr auf sich aufmerksam gemacht. Sie nahm am Auswahlwettbewerb des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker teil und qualifizierte sich für das Nationale Jungimkertreffen. Nun gab auch sie Honig für die diesjährige Bewertung ab.
Beim Rückblick auf die Saison zeigte sich ein insgesamt erfreuliches Bild. Das Honigjahr 2026 war im Kreis Warendorf weder ein ausgesprochen starkes noch ein besonders schwaches Jahr. Die Erträge bewegten sich kreisweit weitgehend im durchschnittlichen Bereich.
Neben dem Honigjahr kamen auch aktuelle Fragen der Imkerei zur Sprache. Dazu gehörten die Varroabekämpfung und die zunehmende Beobachtung der Asiatischen Hornisse, Vespa velutina.
Gerade dieser Austausch macht die gemeinsame Honigabgabe zu mehr als einem organisatorischen Termin. Zwischen Kartons, Honiggläsern und Teilnehmerlisten blieb Gelegenheit, Erfahrungen weiterzugeben und sich mit Kollegen aus anderen Teilen des Kreises auszutauschen. Für die abgegebenen Honige beginnt nun die eigentliche Bewertung. Bis die Ergebnisse feststehen, bleibt für die Teilnehmer die Spannung, wie ihre diesjährige Ernte abschneiden wird.
Bild Himmel: Rund 90 Honigproben kamen bei der zentralen Sammelabgabe im Kulturgut Samson in Tönnishäuschen zusammen. Imker aus dem gesamten Kreis Warendorf brachten dort ihre Lose für die Honigbewertung 2026 des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker auf den Weg.





