9. März 2023 / Lokales

Großsteingrab erhält Infobeschilderungen und wird in „Straße der Megalithkultur" eingebettet

Skulpturale Info-Elemente sollen über historische Bedeutung am Dalmer informieren!

Gemeinsam mit der Altertumskommission für Westfalen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe hat sich die Stadt Beckum das Ziel gesetzt, die Infobeschilderung am Beckumer Großsteingrab zu erneuern. In der Bildergalerie siehst du die aktuelle Beschilderung. 2 skulpturale Info-Elemente informieren über die kulturhistorische Bedeutung des Relikts.

Der Ort wird in das Projekt „Weg der großen Steine" als Teil der europäischen Kulturstraße „Megalithic Routes" eingebunden. In 2021 hat die Altertumskommission minimalinvasive Grabungen durchgeführt, unter anderem auf diesen Arbeiten basieren die Texte und Grafiken auf den Infotafeln.

Kosten und Sponsorengelder:

  • Gesamtkosten: knapp 24.000 Euro
    • 11.000 Euro aus dem Heimat-Fonds im Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen - Wir fordern, was Menschen verbindet"
    • Sponsoren: Sparkasse Beckum-Wadersloh spendet 2.000 Euro, die Altertumskommission für Westfalen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe spendet 1.000 Euro und der Heimat- und Geschichtsverein Beckum spendet 1.060 Euro.
    • Die restlichen Kosten trägt die Stadt Beckum.

Großsteingrab im Dalmer:

In großen Teilen Europas bauten die frühen Bauern ab 5 000 bis etwa 2 000 vor Christus verschiedene Monumente aus Megalithen, darunter Grabanlagen, die von Erdhügeln überdeckt wurden. Diese waren zugleich Bestattungsorte und Orte der Begegnung. Solche Steinbauten gehören zu den ältesten erhaltenen Baudenkmälern und zeugen von den Anstrengungen der Menschen aus der Jungsteinzeit.

Der Bau eines solchen Megalithgrabs (üblicher waren Kalkstein- oder Sandsteinplatten, nicht so sehr Findlinge wie in Beckum) bedeutete genaue Planung und großen logistischen Aufwand mit vielen Personen.

Auch in Westfalen sind noch einige davon erhalten, so auch an diesem beeindruckenden Standort, auf den wir nun wieder deutlicher und mit vielen Infos hinweisen. Damals wurde dieser historisch beeindruckende Standort häufiger besucht. Dazu soll hiermit angeregt werden.

Bürgermeister Michael Gerdhenrich freut sich über dieses Anliegen und dankt den Sponoren. Das Grab ist ein historisch wichtiger Ort für Beckum und trägt eine wichtige Bedeutung.

1830 wurden südlich von Beckum-Dalmer 2 Gräber entdeckt, nur Grab Nummer 2 ist noch er-halten. Grab Nummer 1 wurde zwischen 1840 und 1847 zerstört, die Steine für den Straußenbau verwendet. Im Jahr 2021 wurden an diesem Standort menschliche Knochen geborgen. Die Grabbeigaben sind verschollen.

Das Großsteingrab ist 26,5 Meter lang und war ursprünglich 2 Meter hoch. Die Konstruktionsweise ist typisch für Gräber der Wartberg-Kultur. Unter anderem die Verwendung der Findlinge lässt auf einen Austausch mit der Trinkbecherkultur schließen.

Auf dem Foto siehst du Jürgen Wenning (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Beckum-Wadersloh), Bürgermeister Michael Gerdhenrich, Gerd Sprenker (Heimat- und Geschichtsverein Beckum e. V.), Stefan Wittenbrink (Heimat- und Geschichtsverein Beckum e. V.) und Johannes Waldmüller (Leiter des Fachdienstes Stadtplanung und Wirtschaftsförderung). 

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