27. Januar 2023 / Lokales

Gestapelte Skulpturen und mehr im Stadtmuseum

Von Elisabeth Eickmeier.

Aus Holzklötzen gestapelte Skulpturen von Garvin Dickhof kannst du ab dem 27. Januar bis zum 26. März 2023 im Beckumer Stadtmuseum in Augenschein nehmen. Aber Vorsicht, bitte nicht berühren, sie könnten sonst umfallen!

Der in Viersen lebende „Multifunktionskünstler“ stapelt und schichtet gewohnte Alltagsgegenstände zu ungewohnten Skulpturen. Hierzu dienen ihm beispielsweise Hölzer, Pappen, Papier, Kabel- oder Edelstahlbinder. 

Diese scheinbar banalen Gegenstände, die im Einzelnen kaum Beachtung finden, fallen in der sorgfältig arrangierten Anordnung plötzlich sonderbar auf, sie erhalten neue ästhetische Qualitäten. 

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung werden sicher dem allzu Gewöhnlichen entrissen und Teil einer neuen Realität.

Seine „Archikulpturen“ stapelt der Künsltler lose vor Ort, je nach Möglichkeiten der Materialien und der umgebenden Räume. Der Begriff "Archikulptur" setzt sich aus den Begriffen Architektur und Skulptur zusammen. Die konstruierten Gebilde, deren gewagte Labilität Mut zur Lücke demonstriert, weisen sowohl architektonischen Modellcharakter als auch künstlerisch skulpturales Erscheinen auf.

„Bei meinen Arbeiten gibt es die Intervention im offenen Raum. Ich nehme Objekte aus dem Blickfeld des Betrachters indem ich sie mit den Holzklötzen verhülle, wie beispielsweise die Figur des St. Stephanus und des St. Sebastian“, erklärt Garvin Dickhof. Der Betrachter fragt sich dann meist, wie die betreffende Skulptur ausgesehen hat oder was sie beispielsweise in der Hand hielt.

Für den Aufbau eines Objektes bedarf es mehrerer Stunden, je nach Umfang. 

Eine Ansicht einer „GehSicht“ stellt der Künstler in Bildern da. Die Nahaufnahmen zeigen Gegenstände, die auf einer 500 Meter langen Kopfsteinpflasterstraße zwischen die Steine gefallen sind. Da gibt es Bruchstücke von Lutschern, Weingummi, eine Dose, einen Deckel, getrocknete Tomate, ein Stück einer Sonnenbrille und vieles mehr.

„AbFallspindeln“ aus Stoff eines früheren Projektes und „PiXel-Bilder“ die durch Buntstiftminen in einer Schütteldose entstanden sind, gesellen sich zu den Werken hinzu.

„ZollFrei“ so lautet der Titel der Ausstellungsstücke, die aus Gliedermaßstäben (im Volksmund Zollstöcken) mit Hilfe von Kabelbindern entstanden sind. „Meine erste Arbeit dieser Art habe ich auf der Zeche Zollverein ausgestellt, daher der Titel, so Dickhof, der übrigens gelernter Metallgestalter ist.

Die Ausstellung wird im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs des Museumsvereins am Freitag, 27. Januar 2023, um 18:30 Uhr eröffnet.

In der Bildergalerie bekommst du einen Einblick in die Ausstellung.

Von Elisabeth Eickmeier.

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