„Unter Blumen eingesenkte Kanonen“, so betitelt die gern gesehene Pianistin der Kammermusikreihe Aleksandra Mikulska ihr neues Programm. Damit gastiert sie am 13. April 2023 um 20 Uhr im Rahmen der „Musik im Alten Pfarrhaus“ in Vellern.
Die Präsidentin der Chopin-Gesellschaft und Professorin an der Hochschule für Musik Dresden geht auf das Thema Krieg ein. Mit dem Namen ihres Programms zitiert sie ein bekanntes Wort Robert Schumanns: Die Mazurken des polnischen Komponisten Frédéric Chopin seien „unter Blumen eingesenkte Kanonen“.
Aleksandra Mikulska möchte auf die starke Wirkung der musikalischen Botschaften über alle Grenzen hinweg hinweisen. „Wir können die Menschen zusammenbringen, Frieden stiften, wir können dem Hass, der Gewalt und der Zerstörung entgegenwirken, und wir benötigen dafür auch keinerlei Übersetzung.“
Die sympathische Pianistin spielt drei jener Mazurken, die mehr sind als simple Volkstänze. Der Chopin-Biograph Bernhard Gavoty zählt sie zu den originellsten. Die h-Moll-Mazurka op. 30 Nr. 2 wurde in einer Trauertonart notiert, eine andere Mazurka klingt trotz heiterer Tonart eher stockend und nachdenklich. Zumindest klingen die Werke so, wenn Aleksandra Mikulska sie zu Gehör bringt. Beim letztjährigen Jubiläumskonzert hat die Pianistin einem breiten Publikum unter Beweis gestellt, wie sie auf ihre besondere Weise in den Geist der Musik eindringt und damit das Publikum tief berührt.
Das Konzert in Vellern soll ein romantisch-polnischer Abend werden, in dem die charismatische Pianistin fremde Welten aufschließt – ob mit der Musik von Karol Szymanowski oder Frédéric Chopin, aus dessen Briefen sie auch zitiert.
Karten für 21 Euro sind in den Bürgerbüros der Stadt Beckum, Kartentelefon 02521 29-3350, online unter www.beckum.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Die Abendkasse ist ab 19 Uhr geöffnet.





