Am Ende durfte er sogar selbst den Taktstock schwingen: Bürgermeister Michael Gerdhenrich bewies beim traditionellen Neujahrskonzert der Stadt Beckum, dass er nicht nur den Takt in der Stadtverwaltung vorgibt, sondern durchaus auch Rhythmus im Blut hat.
Ob es allerdings daran liegt, dass ihm der Chef-Dirigent der „festival:philharmonie westfalen“, Michael Zlabinger, bereits im letzten Jahr als Präsent einen Taktstock übergab, und der erste Bürger der Stadt nun mehrere Monate Zeit zum Üben hatte, bleibt an dieser Stelle unbeantwortet.
Fakt ist jedoch: Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr, das Stadttheater ist seitdem der neue Veranstaltungsort, wartete am Sonntagabend eine ebenso erfolgreiche Fortsetzung des beliebten Neujahrskonzertes auf die BesucherInnen. Ein Potpourri der schönsten Klänge der Wiener Strauss-Dynastie, musikalisch interpretiert von „festival:philharmonie westfalen“, sorgte für einen heiteren und kurzweiligen Musikgenuss. Das international besetzte Orchester setzte berühmte Walzer, lebhafte Polkas und heitere Märsche gekonnt in Szene. Für Begeisterung sorgten u.a. die lebhafte und energiegeladene Polka „Unter Donner und Bitz“ sowie das bekannte Meisterwerk „Geschichten aus dem Wienerwald“. Manch einen der Gäste überkam da der Gedanke, einige dieser Strauss-Kompositionen durch die „Sissi“-Film-Trilogie wiedererkannt zu haben.
Neben Liedern dieser bekannten Strauss-Dynastie präsentierte Dirigent Michael Zlabinger, seines Zeichens gebürtiger Wiener, Werke weiterer Komponisten, darunter auch Paganini. Geigenvirtuose Josef Lenday aus Ungarn bewies, welche Fingerfertigkeit und jahrelange Übung notwendig sind, um die Stücke des Teufelsgeigers in Szene zu setzen.
Text und Bilder: Susann Zwehn







