18. Dezember 2024 / Lokales

Beckumer Sessions-Orden 2025 vorgestellt

„Närrische Streiche“ ziehen Rumskedi-Kater in den Bann

„Närrische Streiche“, unter diesem Motto steht in der bevorstehenden Session 2024/2025 das närrische Treiben in der westfälischen Karnevalshochburg Beckum. Und passend zu diesem treffenden Leitwort präsentieren die heimischen Karnevalisten natürlich auch einen Prinzenorden der Extraklasse. Dieses Schmuckstück wird der Stadtprinz 2025 vom Tage seiner Proklamation an in der Püttstadt verleihen.

Für die gestalterische Umsetzung des vielsagenden Schmuckstücks zeichnet wieder Anja Samulewitsch verantwortlich. Bereits zum 15. Mal entwarf sie den Beckumer Prinzenorden – und erneut setzt sie damit ein Zeichen. Die Diplom-Designerin (Kommunikationsdesign und Illustration) hat sich auch diesmal wieder selbst übertroffen und ein närrisches Kunstwerk präsentiert.

„Närrische Streiche“, dieses Sessionsmotto steht in einem engen geschichtlichen Kontext zu den „Beckumer Anschlägen“ – den weithin berühmten Beckumer Schildbürgerstreichen. Seit Jahrhunderten trägt die Stadt Beckum mit humorvollem Selbstbewusstsein die Auszeichnung „Westfalens Schildbürger-Stadt“. Die angedichteten und zum Teil auch selbst erfundenen Schwänke prägten Worte und Redewendungen einer ganzen Region.

Pate für das Ordensmotiv 2025 ist einer der bekanntesten „Beckemschen Anschläge“, die Geschichte des „Beckumer Pütt“: 

Es trug sich zu, dass eine im Brunnenschacht hängende, einander haltende Kette von Menschen den Pütt (Brunnen) von Unrat befreien wollte. Sie reichten die Eimer hinauf und hinab, bis der Oberste rief: „Haltet euch fest. Ich muss mal in die Hände spucken." Woraufhin alle hinab stürzten.

Analog hierzu erreichen im Ordensmotiv die Karnevalisten mit Kater Rumskedi, den Narren und Prinz Karneval tief im Brunnen zur Freude aller das kühle Nass. Der Wassereimer mutiert dabei zum hölzernen Bierkrug, gemäß dem Beckumer Spruch „Sich einen püttkern (trinken).“ Bleibt zu hoffen, dass der Kater dabei nicht vor Freude in die Hände klatscht und dem närrischen Treiben ein jähes Ende setzt.

Anja Samulewitsch hat mit diesem Ordensentwurf die direkte Verbindung zwischen der jahrhundertelangen Karnevalstradition und der Geschichte der Stadt Beckum aufgezeichnet. Dabei ist ein farbenprächtiges Schmuckstück entstanden, das in der bevorstehenden Session sicher heiß begehrt sein wird.

Die Künstlerin ist übrigens eine aktive Karnevalistin und hat bereits 32 Mal am traditionellen Beckumer Rosenmontagszug teilgenommen. Sie tanzte zudem zehn Jahre lang in der Showtanzformation „Let‘s go“ der KG „Schildbürger“. Diese Karnevalsgesellschaft stellt 2025 den Stadtelferrat.


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Bild: ©Brinkmann

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