Andreas Wartala ist neuer Amtmann des Beckumer Krameramts. Jetzt übernahm er das Amt von seinem Vorgänger Michael Kleinewiese, turnusmäßig, wie es die Tradition der Gilde vorsieht. Die Übergabe fand diesmal im Haus des neuen Amtmannes in Beckum statt, wo er die Vorstandsmitglieder des Krameramts mit ihren Ehefrauen empfing.
Im Zentrum der Zeremonie stand der Wechsel der Insignien: Amtskette, Krameramtstruhe mit den Geschäftsunterlagen und Tafelsilber gingen in neue Hände über. „Verantwortung zu übernehmen, gerecht zu handeln und den Mitmenschen mit Respekt zu begegnen – daran orientieren wir uns. Unser Motto ist nicht nur ein historischer Leitsatz, sondern Richtschnur für Gegenwart und Zukunft", sagte Wartala bei der Übergabe. Das Krameramt beruft sich seit Jahrhunderten auf den Wahlspruch „Tue recht und scheue niemanden", ein Bekenntnis zu Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Zum festen Ritual gehört auch der symbolische Schluck Beckumer „Landwein" aus einem silbernen Gefäß, das sonst im Stadtmuseum Beckum ausgestellt ist. Es wiederholt sich zweimal im Jahr, jeweils Anfang Januar und Anfang Juli. Andreas Wartala übernimmt das Amt für das zweite Halbjahr. Michael Kleinewiese blickte vor der Übergabe auf seine Amtszeit zurück.
Unterstützt wird der neue Amtmann künftig von Hermann Rettig als Amtsknecht. Amtssekretär Friedrich Frölich begleitete die Zeremonie; Rettigs Vorgänger Kevin Geipel konnte aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen.
Das Beckumer Krameramt geht auf eine historische Kaufmannsgilde zurück. Im Anschluss an die Zeremonie ließ man den Abend bei einem gemeinsamen Essen bis in die frühen Morgenstunden ausklingen.





