9. Mai 2026 / Lokales

Beckumer Karneval trauert um Kater Rumskedi Heinz-Josef Dinter

38 Jahre lang war Heinz-Josef Dinter als Kater Rumskedi das Gesicht des Beckumer Karnevals.

36 Jahre lang hat er die Menschen in Beckum begeistert. Jahr für Jahr faszinierte Heinz-Josef Dinter als schwarzer Kater Rumskedi nicht nur die Karnevalisten in der Püttstadt.

Er lebte den Beckumer Karneval in der Rolle der Symbolfigur, zog über Jahrzehnte Jung und Alt in seinen Bann, war unumstritten in seinem Katerkostüm das Zeichen für Narretei und Freude, für Zusammenhalt der Gesellschaft und ein typisches Beckumer Lebensgefühl.

Die Menschen der Stadt und der Karneval müssen auf dieses gewohnte Bild künftig verzichten: Heinz-Josef Dinter verstarb in der Nacht zum Montag im Alter von 78 Jahren.

Heinz-Josef Dinter hat seit 1990 mit viel Herzblut, Leidenschaft und unendlicher Lebensfreunde die Rolle des Katers Rumskedi verkörpert. Er war immer das Herz des Karnevals und ein Stück Beckumer Seele – eine unverwechselbare Symbolfigur.

Der Karneval war für den Verstorbenen ein unverrückbarer Bestandteil seines Lebens. Jahr für Jahr begleitete er Prinzen, Hofmarschälle und Elferräte durch die Session, er stand immer an der Seite der Präsidenten und begeisterte das karnevalsbegeisterte Publikum mit seiner ganz eigenen Art.

Karnevalstermine standen für Heinz-Josef immer ganz oben an, dafür ging’s Tag für Tag in die Maske. Jahrzehnte schminkte Ehefrau Mathilde ihren Mann. Es folgten in der Session die Auftritte, danach das Abschminken.

Auch dabei half ihm seine Ehefrau, ebenso bei der Kostümpflege oder beim Fertigen der vielen Buttons. Nach dem für den Kater schlimmen Tod seiner Frau am 13. Januar 2020 hat Enkelin Marina diese Aufgaben übernommen.

Heinz-Josef Dinter, am 18. September 1947 in Beckum geboren, erlernte nach der Schule den Beruf des Schreiners, in dem er tätig war. Danach hatte er zunächst eine kleine Schreinerei im Schuppen am Wohnhaus.

Am Rosenmontag 1975 machte er sich mit der Anmeldung seines Gewerbes selbstständig. 1977 und 1978 baute er seine Firmenräume im Industriegebiet „Auf dem Tigge“, wo er als selbständiger Schreiner tätig war. Vogel- und Vereinsbedarf kamen hinzu, die Firma war sein ganzer Stolz.

Bis zuletzt war er dort tätig, fuhr Tag für Tag mit seinem Roller zur Firmenhalle. Unterwegs war er immer mit Bus und Bahn, auch zu vielen Fachmessen in ganz Deutschland. In Rente gehen war für ihn nie ein Thema.

Seine Frau Mathilde hatte Heinz-Josef 1968 kennengelernt, natürlich beim Tanzen im Karneval. Geheiratet wurde im Jahr 1969. Aus der Ehe stammen die vier Kinder Christian, Sonja, Manuela und Heinz-Josef. Stolz war das Ehepaar auf die beiden Enkelinnen Marina und Natalie.

Der Karneval war immer die große Liebe des Verstorbenen. Neben seinem Ehrenamt als Rumskedi-Kater und der Mitarbeit im Festausschuss in der Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ war er auch mehr als 50 Jahre in der KG „KAB“ aktiv, hier war er 1982 Prinz der Gesellschaft.

Im Schützenverein Norden feierte er 2025 sein 50-Jähriges, er war zudem im Briefmarkenverein.

Am kommenden Mittwoch müssen nun die Karnevalisten und alle Freunde und Wegbegleiter von Heinz-Josef Dinter Abschied nehmen. Um 10.30 Uhr beginnt die Andacht in der Trauerhalle auf dem Friedhof an der Elisabethstraße.

Abschied nehmen heißt es dann von einer unverwechselbaren Symbolfigur des Beckumer Karnevals, von Kater Rumskedi – einer echten Legende der Püttstadt. Beckum und alle Karnevalisten werden ihn vermissen, sagen Dankeschön und behalten ihn in guter Erinnerung.


Mit diesem Nachruf nimmt die Karnevals-Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ Abschied von Heinz-Josef Dinter.

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