Pflege ist ein zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft, besonders wenn es um ältere Menschen geht, die auf Unterstützung angewiesen sind. Der Beruf ist anspruchsvoll, aber auch erfüllend – vor allem, wenn man ihn so professionell ausübt wie das Team von Pro Pflege in Beckum und Ahlen. Unter der Leitung von Markus, Dana, Darleen und Geena Schulz bietet der Pflegedienst seit fast 30 Jahren häusliche Pflege auf höchstem Niveau an. 2025 feiert das Unternehmen sein rundes Jubiläum – ein Meilenstein, der die beeindruckende Entwicklung dieser Erfolgsgeschichte unterstreicht.
Das Pro Pflege Team möchte dich zu diesem beeindruckenden Jubiläum auf eine Zeitreise mitnehmen:
"Die Anfänge: Mit Leidenschaft zum Erfolg
Die Geschichte von Pro Pflege beginnt 1995 in einer kleinen Wohnung an der Oelder Straße in Beckum. Dana Schulz, die Gründerin, hatte die Vision, pflegebedürftigen Menschen eine Alternative zum Pflegeheim zu bieten. Ihr Ziel war es, den Klienten ein würdevolles Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Anfangs war die Arbeit alles andere als einfach: „Wir hatten einen Fiat Panda und eine einzige geringfügig Beschäftigte“, erinnert sich Markus Schulz, der damals noch im Krankenhaus tätig war.
Die Herausforderungen waren enorm. Dana übernahm nicht nur die Pflege selbst, sondern kümmerte sich auch um die Organisation und das Management – oft bis spät in die Nacht. „Meine Frau arbeitete damals noch im Krankenhaus in Sendenhorst und machte dort Nachtwachen. Tagsüber haben wir uns gemeinsam um den Pflegedienst gekümmert. Es war eine harte, aber auch sehr aufregende Zeit“, erzählt Markus.
Vom kleinen Betrieb zum etablierten Krankenpflegedienst
Die Anfänge waren geprägt von einem starken Gemeinschaftsgefühl. „Es war eine wilde Zeit. Viele von uns, die im Krankenhaus arbeiteten, versuchten noch nebenbei etwas dazuzuverdienen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt.“, erinnert sich Markus.
Die frühen Jahre waren von einer klaren Vision geprägt: Pro Pflege sollte nicht nur ein Anbieter häuslicher Pflege sein, sondern auch ein Ort, an dem Mitarbeitende geschätzt und gefördert werden. „Wir haben von Anfang an auf Qualität gesetzt. Statt auf Anzahl und Größe zu gehen, haben wir uns darauf konzentriert, den Menschen wirklich zu helfen und sie bestmöglich zu versorgen“, betont Markus.
Diese Philosophie zahlte sich aus. Der erste größere Meilenstein und damit die Grundlage für die weitere Entwicklung wurde schnell erreicht: die Anstellung der ersten festen Mitarbeiterin. „Wir hatten unseren Umsatz schnell verdoppelt, und so konnten wir Pflegefachkräfte in Teil- und Vollzeit einstellen“, berichtet Markus stolz.
Durch den Kauf eines weiteren Pflegedienstes in den 2000er-Jahren konnte das Unternehmen sein Angebot erweitern und die Zahl der Mitarbeitenden erhöhen. Dabei blieben Markus und Dana Schulz stets bodenständig. „Wir haben alles Schritt für Schritt aufgebaut. Es gab keine schnellen Entscheidungen, sondern immer ein klares Ziel: nachhaltig wachsen und unsere Werte bewahren.“
Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg war Umzug in das heutigen Geschäftshauses am Konrad Adenauer Ring im Jahr 2001. „Wir haben das Haus, in dem wir heute sind, damals gekauft. Es war ein großer Schritt für uns, denn es bedeutete Stabilität und die Möglichkeit, weiterzuwachsen“, erklärt Markus.
Die ersten Jahre von Pro Pflege stehen exemplarisch für den Wandel der Pflegebranche. Vom kleinen, familiengeführten Betrieb entwickelte sich das Unternehmen zu einem Vorreiter in der Region. Pro Pflege ist vor allem im Bereich häuslicher Krankenpflege unterwegs. „Wir liegen bei unseren täglichen Leistungen bis zu 70 Prozent in der Behandlungspflege. Das heißt beispielsweise Medikamentengabe, Kompressionstherapie und wir sind Wundexperten ICW. Deshalb haben wir ausschließlich Pflegefachkräfte und keine Pflegehelfer oder Pflegeassistenz“, erklärt Markus über die Beschäftigungsfelder von Pro Pflege.
Heute beschäftigt das Unternehmen 34 Mitarbeiter, darunter 16 Fachkräfte und 14 Auszubildende. Auch die Infrastruktur hat sich deutlich verbessert: Pro Pflege verfügt mittlerweile über eine Flotte von 15 Firmenwagen und setzt auf modernste Technik, um die Arbeitsprozesse zu optimieren.
Herausforderungen und Erfolge
Dass der Pflegeberuf fordernd sein kann, ist allgemein bekannt. Doch Pro Pflege hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dieser Herausforderung aktiv umzugehen und den Mitarbeitenden eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben zu ermöglichen. Pflegedienstleiter Markus Schulz erklärt, wie das gelingt.
Das Konzept umfasst verschiedene Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen, darunter eine funktionierende Rauchentwöhnung, die Unterstützung durch eine Ernährungsberaterin und spezielle Versicherungen für Heilpraktikerleistungen sowie Zahnbehandlungen und Zahnersatz. Hinzu kommen innovative Arbeitszeitmodelle, bei denen, die Mitarbeitenden mehr Raum für Erholung und Familie haben.
Für Markus liegt der wahre Wert seiner Arbeit jedoch im direkten Kontakt mit den Klientinnen und Klienten. „Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, Menschen dabei zu unterstützen, bis zum Lebensende in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können, statt in eine stationäre Einrichtung ziehen zu müssen, wo sie kaum noch Entscheidungsfreiheit haben. Die Dankbarkeit, die wir täglich von unseren Klienten erfahren, ist unbezahlbar. Solche Momente habe ich im Krankenhausalltag selten erlebt“, erzählt er.
Mit diesem Ansatz verbindet Pro Pflege Effizienz und Menschlichkeit – eine Kombination, die nicht nur das Team, sondern auch die Klienten überzeugt.
Stark in der Ausbildung
Pro Pflege setzt auf moderne Ansätze, um junge Menschen für eine Karriere in der Pflege zu gewinnen – und der Erfolg gibt dem Team Recht. Derzeit absolvieren 14 Auszubildende ihre Ausbildung bei dem Krankenpflegedienst, unterstützt von fünf qualifizierten Praxisanleitenden. Doch der Weg dorthin war kein Selbstläufer, wie Markus schildert: „Wir haben früh erkannt, dass die Gewinnung von Auszubildenden eine echte Herausforderung ist. Also mussten wir kreativ werden.“
Seit 2022 ist das Unternehmen exklusiver Ausbildungspartner der Pflegeschule Kreis Soest des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Beckum und Ahlen. Zudem arbeitet Pro Pflege mit der St. Franziskus-Stiftung Münster zusammen, um Pflegekräften in Anerkennung aus verschiedenen Ländern wie Marokko, den Balkanstaaten und den Philippinen im Bereich der häuslichen Krankenpflege auszubilden. „Wir sind stolz darauf, diese internationalen Talente zu unterstützen und sie in die Praxis der häuslichen Krankenpflege einzubinden“. Zusätzlich bestehen aktuell weitere Kooperationen mit sechs Pflegeschulen. Auch dort wurde mit der Zeitgegangen, sodass viele beispielsweise auf digitale Tafeln, Pflegeroboter und Skills Labs zurückgreifen.
Die ersten Maßnahmen setzten auf klassische Werbung: Plakate in Schulen und kleine Visitenkarten mit QR-Codes, die direkt zur Ausbildungsseite führten. Parallel dazu begann Pro Pflege, entgeltliche Praktika anzubieten. Die Initiative zeigte schnell Wirkung. Zwei Praktikantinnen begannen anschließend ihre Ausbildung bei Pro Pflege. „Das war ein guter Start, aber die Resonanz blieb noch hinter unseren Erwartungen zurück“, erinnert sich Markus. Dennoch ließ sich das Team nicht entmutigen. Im Herbst 2023, als die Ausbildungsplätze gut besetzt waren, setzte Pro Pflege auf neue Strategien. „Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir noch mehr Jugendliche ansprechen können“. Der nächste Schritt war eine flächendeckende Ansprache aller weiterführenden Schulen per E-Mail – ein Vorgehen, das jedoch auf Widerstände stieß. „Das war alles ziemlich zäh, aber wir haben nicht aufgegeben“, betont Markus.
Der Durchbruch kam Anfang 2024: Markus und sein Team präsentierten ihre Arbeit direkt vor Ort in den Schulen. „Wir haben unser Konzept vorgestellt und gezeigt, wie digital wir aufgestellt sind. Das hat die Jugendlichen beeindruckt“, berichtet Markus. Besonders erstaunt waren viele über die attraktive Vergütung in der Pflege – ein Aspekt, der bei den jungen Interessierten für Überraschung sorgte.
Seit Weihnachten 2023 verfügt Pro Pflege über eine eigene App, die nicht nur die betriebliche Kommunikation erleichtert, sondern auch den Auszubildenden sowie den Pflegefachkräften Lerninhalte digital zur Verfügung stellt (eLearning App), um sich eigenständig weiter zu bilden. Zudem erhält jeder Auszubildende zum Start der Ausbildung ein eigenes iPad, um selbstständig arbeiten und lernen zu können. Zusätzlich beschäftigt Pro Pflege einen eigenen Berufspädagogen M.A., der einmal in der Woche drei Stunden Inhouse unterrichtet.
Mit ihrem Mix aus persönlicher Ansprache, technologischem Fortschritt und transparenter Kommunikation ist es Pro Pflege gelungen, sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb zu positionieren. Die Erfahrungen zeigen: Wer die Nachwuchsgewinnung ernst nimmt und bereit ist, innovative Wege zu gehen, wird auch in schwierigen Zeiten belohnt.
Moderne Arbeitsweise und Digitalisierung
Ein Pionier war Pro Pflege nicht nur im Bereich der häuslichen Krankenpflege, sondern auch in der Nutzung digitaler Technologien. „Wir waren der erste Pflegedienst im Kreis Warendorf mit einer eigenen Internetseite und E-Mail-Adresse“, berichtet Markus.
Pro Pflege beweist, dass Digitalisierung und Pflege eine unschlagbare Kombination sein können. Der Pflegedienst hat seine Abläufe vollständig digitalisiert und sorgt damit nicht nur für Effizienz, sondern auch für beeindruckende Ergebnisse. „Wir arbeiten heute mit mobiler Datenerfassung und planen sämtliche Einsätze digital – das sind in diesem Jahr rund 62.500 bis 63.000 Termine“. Die digitalen Einsatzpläne werden direkt auf die Diensthandys der Mitarbeitenden übertragen. Dort können sie alle Aufgaben einsehen, von Vitalwertmessungen bis hin zu medizinischen Übergaben, die per Sprachaufnahme ins System eingegeben werden. „Unsere Teams haben so jederzeit alle Informationen griffbereit und können sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren“, erklärt Markus.
Wie effizient die Digitalisierung funktioniert, zeigte sich besonders bei der diesjährigen MDK-Regelprüfung. „Früher hat das den ganzen Tag gedauert. Dank unserer digitalen Systeme waren wir diesmal bereits um 12.30 Uhr mit dem Abschlussgespräch fertig – und das mit der Traumnote 1,0 ohne Makel“, sagt Markus stolz.
Mit dieser modernen Herangehensweise hebt sich Pro Pflege nicht nur im Pflegealltag ab, sondern setzt auch bei Prüfungen und Qualitätskontrollen neue Maßstäbe. Digitalisierung wird hier nicht nur gedacht, sondern gelebt – zum Wohl der Mitarbeitenden und der Klienten.
Zukunft
Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Innovation und Menschlichkeit hat sich Pro Pflege über die Jahre hinweg zu einem Vorzeigebetrieb entwickelt. Die kommenden Jahre versprechen weitere spannende Herausforderungen – doch das Team um Markus, Dana, Darleen und Geena Schulz blickt ihnen mit der gleichen Entschlossenheit entgegen, die den Erfolg von Pro Pflege seit 1995 prägt. Die Geschichte zeigt: Erfolg in der Pflege basiert auf harter Arbeit, einer klaren Vision und der Bereitschaft, sich immer wieder an neue Herausforderungen anzupassen – Werte, die Pro Pflege seit 30 Jahren lebt."







