3. Dezember 2022 / Lokales

3 || Sünte Kloas up Biäkemsk Platt

Plattdeutsches Weihnachtsgedicht von Stefan Kröger

In unserem dritten Kläppchen befindet sich ein plattdeutsches Weihnachtsgedicht von dem Beckumer Autor Stefan Kröger. Weitere plattdeutsche Geschichten findest du in seinen Werken „Dütt un Datt up Biäkemsk Platt". Wir sind gespannt, ob ihr alles verstehen könnt!

Sünte Kloas

Ach lëiwe, lëiwe Sünte Kloas,
dou bis de beste Mann,
beglücks de klëinen Kinner bloß,
doch watt fang't wëi bloß an?

De Kinneraugen stroahlt so kloar,
so hell de Stärne sind,
ach, wö et doch no ëinmoal woahr,
ach, wö man no ëin Kind.

Watt was de dröuge Stoutenkärl,
für us moal ëin Pläseer,
denn düsse dröuge Stoutenkärl,
lagg up de söfftge Stiär.

Son wittet Pëipken inne Schnout, 
Rosinen up'n Bouk,
so soahg de Kärl ganz putzig out,
no ollen Niklausbrouk.

Son Teller vull met Äppelkes,
un Nüete gaff et satt,
watt gongen do de Bäbbelkes,
dat Schnöutken wur ganz schwatt.

Dann sang man harre met Gebrous,
et schaller wëit un brëit:
"Ach Niklaus, kum in use Hous",
un dann was Schloapenstëit.

Lot Wibbelt, Aulke, Wagenfeld
für us nou Niklaus sëin,
dann wätt de ganze Kinnerwelt
auk für us Grauten schäun.

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