"Schon die alten Maya liebten Schokolade. Der Kakaobaum hat seinen Ursprung in den tropischen Regenwäldern des amazonischen Tieflandes Südamerikas. Auch wenn nicht klar ist, wie der Kakaobaum nach Mittelamerika gelangte, wissen wir eines: Die alten Maya waren verrückt nach Schokolade. Deren kostbare Kakaobecher lassen sich wie Bücher lesen: Sie verraten uns nicht selten, zu welchem Anlass ein Tongefäß angefertigt wurde, wem es gehörte und wie die Schokolade zubereitet wurde", erklärte Jürgen Bluhm am Dienstagabend bei der Veranstaltung der VHS Beckum-Wadersloh.
Auf seiner Reise in die Heimat der Kakaobäume spürte er den wertvollsten Samen der Welt und erfand seine Veredlung.
Die interessierten Zuhörer zog Bluhm mit seinen Informationen komplett in seinen Bann. "Schokolade schmeckt anders, je nachdem woher der Kakao stammt", offenbarte er ihnen. Sie erfuhren, dass Kakao in den Anbaugebieten Amerika, Asien und Afrika vorkommt und lernten, dass Ameisen, Vögel, Fledermäuse und auch Pilze eine gewisse Symbiose mit den Kakaobäumen eingehen, ohne die diese nicht leben könnten.
Natürlich gab es Kostproben verschiedener Schokoladensorten, die 90%, 80% und 75% Kakao enthielten. Die Anwesenden genossen auch selbst hergestellten Kakao und waren sich einig, dass Schokolade ohne Palmfett besser schmeckt als die handelsübliche.
Die Besucher nahmen mit, dass Maßnahmen zum Klimaschutz unumgänglich sind und dass der Regenwald als Labor des Lebens bezeichnet werden darf.
Der Leiter der VHS, Dr. Jürgen Rauter, bedankte sich ganz herzlich bei dem Referenten, der "die Menschen in den Mittelpunkt stellt, die vom Anbau der Kakaopflanze leben".
Fotos und Text: Elisabeth Eickmeier







