In Afghanistan sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 114.000 Menschen nach der Erdbebenserie in diesem Monat auf medizinische Nothilfe angewiesen. Nach ersten Einschätzungen seien gleichzeitig mehr als 40 Gesundheitseinrichtungen in der Region durch die Beben beschädigt worden, teilte die WHO mit. Für rund 580.000 Menschen habe sich der Zugang zu medizinischer Versorgung dadurch deutlich verschlechtert. Andere Gesundheitseinrichtungen drohten weiterhin einzustürzen, was die Versorgung von Patienten erschwere. «Die gesundheitlichen Folgen sind erschütternd», so die WHO. Der nahende Winter drohe zudem, die Lage vor Ort noch weiter zu verschärfen. Insgesamt braucht die WHO nach eigenen Angaben umgerechnet rund 7,5 Millionen Euro, um die betroffenen Menschen in den nächsten sechs Monaten mit dem Nötigsten zu versorgen. Bei mehreren Erdbeben kamen seit Anfang Oktober in Afghanistan nach örtlichen Medienberichten mehr als 2000 Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt. Die Vereinten Nationen sprechen von mindestens 1400 Toten. Tausende Häuser sind zerstört. Viele Menschen kampieren aus Angst vor weiteren Erdstößen unter freiem Himmel.
Bildnachweis: © Uncredited/MSF Afghanistan/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
WHO: Medizinische Hilfe nach Beben in Afghanistan benötigt
Nach der Erdbebenserie in diesem Monat sind weiterhin viele Menschen in der Region auf medizinische Nothilfe angewiesen. Mehr als 40 Gesundheitseinrichtungen seien zerstört worden, heißt es.
Meistgelesene Artikel
- 28. September 2026
Polizei ermittelt nach Fund eines toten Säuglings in Beckum
Jeder Hinweis kann auf Wunsch diskret behandelt werden.
- 7. Oktober 2026
Lagerverkauf-Finale: Berkemeier in Beckum räumt die Lagerhallen
Vier Wochen bleiben noch für Möbel-Schnäppchen.
- 1. Oktober 2026
Neue Details zum Fund des toten Säuglings in Beckum
Diesmal geht es auch um Gegenstände!
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Oktober 2026
Der Papst hat Lungenkrebs - wie sind seine Aussichten?
Am Sonntag hatte der Papst mitgeteilt, er werde sich wegen eines Knotens in der Lunge operieren lassen. Nun steht fest: Der 71-Jährige hat Krebs. Doch wie gefährlich ist der Tumor?
- 14. Oktober 2026
Der Schaltsekunde steht das Aus bevor
Schaltsekunden gleichen Unterschiede zwischen der unregelmäßigen Erdrotation und unseren präzisen Atomuhren aus. 27 Mal wurde bisher eine eingefügt, zuletzt 2016 - es dürfte die letzte gewesen sein.
- 14. Oktober 2026
Gefährlicher Kurs: Länder holzen viel zu viel Regenwald ab
Bis 2030 wollten mehr als 100 Staaten die großflächige Abholzung stoppen. Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr ist der Abstand zum Ziel groß. Eine Region entwickelt sich besonders kritisch.





