18. Oktober 2023 / Aus aller Welt

Welle an Autodiebstählen nach Ende der Corona-Pandemie

Autobesitzer aufgepasst: Besonders beliebt sind bei den Dieben teure SUVs. Außerdem ist das Risiko in den Bundesländern sehr unterschiedlich verteilt.

Die Zahl der Autodiebstähle hat sich 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

Das Ende der Corona-Pandemie ist mit einem Boom der Autodiebstähle einhergegangen: Im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit 12.277 kaskoversicherte Pkw gestohlen, ein Viertel mehr als 2021. Das teilte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mit. Den wirtschaftlichen Schaden bezifferte der GDV auf fast 250 Millionen Euro.

Die Corona-Pandemie hatte zwischenzeitlich einen starken Rückgang zur Folge. Vor der Pandemie war die Zahl der Autodiebstähle im Jahr 2019 allerdings noch höher gewesen, damals wurden den Versicherern über 14.000 Fälle gemeldet.

Bei den Dieben besonders beliebt sind teure SUVs. Unter den zehn am häufigsten gestohlenen Modellreihen finden sich demnach unter anderem zwei Range-Rover-Modelle. Das meistgestohlene Modell war laut GDV die vierte Generation des Jeep Grand Cherokee.

Nach Bundesländern betrachtet laufen Autobesitzer in Berlin das höchste Diebstahlrisiko. Fast jedes vierte Auto wurde in der Bundeshauptstadt gestohlen, insgesamt verschwanden 2924 Fahrzeuge. Sehr viel geringer ist die Gefahr demnach in Baden-Württemberg und Bayern.

Wieder stark zugenommen hat nicht nur der Diebstahl kompletter Fahrzeuge. Nach Zahlen des Versicherungsverbands wurden 2022 auch 15 Prozent mehr Teile aus aufgebrochenen Autos gestohlen als im Vorjahr. Dazu zählten Bordcomputer, Lenkräder oder auch Airbags.


Bildnachweis: © Heiko Wolfraum/dpa
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