8. Mai 2026 / Aus aller Welt

Vorschläge für Umgang mit Wal-Strandungen bis Herbst

Dem wochenlangen Drama um den Buckelwal vor der Ostseeküste sollen Konsequenzen folgen. Die Umweltminister der Länder wollen ein einheitliches Konzept für künftige Fälle.

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal wurde in einem gefluteten Transportschiff in die Nordsee transportiert. (Archivbild)

Für den künftigen Umgang mit Wal-Strandungen an den deutschen Küsten sollen im Herbst Vorschläge für ein einheitliches Konzept auf dem Tisch liegen. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee habe den Auftrag erhalten, diese bis zur nächsten Umweltministerkonferenz im Herbst vorzulegen, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium zum Abschluss der Frühjahrskonferenz der Umweltminister in Leipzig mit. Das wochenlange Drama um einen mehrmals gestrandeten Buckelwal in der Ostsee habe gezeigt, dass es klarere Strukturen und abgestimmte Verfahren brauche. 

«Solche Einsätze sind hochkomplex», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Es benötige klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Prozesse und eine gemeinsame Linie über Ländergrenzen hinweg. Der jetzt gefasste Beschluss zeige, «dass wir die Sache nicht nur ernst nehmen, sondern auch Konsequenzen daraus entwickeln». 

Wochenlanges Wal-Drama mit ungewissem Ausgang

In den vergangenen Wochen hatte das Schicksal des mehrmals vor der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals für großes Aufsehen gesorgt. Das geschwächte Tier wurde schließlich von einer privaten Initiative in die Nordsee transportiert. Seitdem ist unklar, was aus dem Meeressäuger geworden ist und ob er überhaupt noch lebt. Wissenschaftler hatten die Aktion sehr kritisch gesehen, das Umweltministerium in Schwerin duldete sie nach anfänglichem Zögern.

Backhaus forderte überdies einen stärkeren Meeresschutz. Es brauche Rückzugsräume, in denen sich Arten und Lebensräume ohne Beeinträchtigungen durch menschliche Nutzung erholen könnten. «Solche geschützten Bereiche sind ein zentraler Baustein für den Schutz von Meeressäugern, weil sie Störungen reduzieren und sichere Rückzugsräume schaffen.»


Bildnachweis: © Philip Dulian/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei ermittelt nach Fund eines toten Säuglings in Beckum
Polizeimeldung

Jeder Hinweis kann auf Wunsch diskret behandelt werden.

weiterlesen...
Neue Details zum Fund des toten Säuglings in Beckum
Polizeimeldung

Diesmal geht es auch um Gegenstände!

weiterlesen...
Lagerverkauf-Finale: Berkemeier in Beckum räumt die Lagerhallen
Lokales

Vier Wochen bleiben noch für Möbel-Schnäppchen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Angst vor der Spritze? Hören Sie Ihre Lieblingsmusik!
Aus aller Welt

Mit der Lieblingsmusik ablenken - das tun viele Menschen in unangenehmen Situationen gern. Auch wenn ein Pieks ansteht, könnte das von Nutzen sein, zeigen Tests.

weiterlesen...
Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigste Todesursache
Aus aller Welt

Herzinfarkte und Schlaganfälle bleiben die tödlichsten Erkrankungen. Die Fallzahlen sinken seit dem Jahr 2022 aber deutlich.

weiterlesen...
Qualzucht bei Hunden: Wenn Schönheit krank macht
Aus aller Welt

Kurze Schnauzen, besondere Fellfarben oder Falten: Was für Menschen niedlich aussieht, kann für Hunde zur gesundheitlichen Belastung werden. Solche Äußerlichkeiten sind oft mit Schmerz verbunden.

weiterlesen...