Wenige Tage vor dem geplanten Start der ersten bemannten Mondmission seit mehr als 50 Jahren ist die Crew am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida eingetroffen. «Lasst uns zum Mond fliegen», sagte Nasa-Astronaut Reid Wiseman, nachdem er gemeinsam mit seinen Crew-Kollegen Christina Koch, Victor Glover und Jeremy Hansen in Cape Canaveral gelandet und von Nasa-Chef Jared Isaacman begrüßt worden war. «Die Nation und die Welt warten da schon eine lange Zeit drauf.» Für den Start der Mission, mit der erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen sollen, wird derzeit der 1. April anvisiert. Im Anschluss gibt es bis zum 6. April weitere Startmöglichkeiten. Ursprünglich hatte die Nasa den Start von «Artemis 2» für Anfang Februar anvisiert, dann für März. Bei Tests waren zahlreiche technische Probleme aufgetaucht, die für Verschiebungen gesorgt hatten. Mit der auf etwa zehn Tage angelegten «Artemis 2»-Mission sollen Koch, Glover, Wiseman und Hansen um den Mond herum fliegen. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen. Nicht mit an Bord schaffte es für die «Artemis 2»-Mission allerdings ein in Deutschland entworfenes Maskottchen. Die Crew habe sich für einen Entwurf namens «Rise» von einem Schüler aus Kalifornien als Schwerelosigkeits-Maskottchen entschieden, sagte Astronaut Wiseman mit. «Rise» besteht aus einer Art Mond mit einer Kappe, auf der die Erde zu sehen ist. Ein Schwerelosigkeits-Maskottchen ist ein Objekt, das in einem Raumschiff zu schweben beginnt, sobald nach dem Start die Schwerelosigkeit eingesetzt hat - und so den neuen Zustand sichtbar demonstriert. Bei einem Design-Wettbewerb der Nasa für das Maskottchen «Artemis 2» hatte es rund 2.600 Einreichungen gegeben. Unter die 25 Finalisten hatte es auch ein Entwurf der in Berlin lebenden Italienerin Giulia Bona geschafft, er war aber letztendlich nicht ausgewählt worden. In dem nun ausgewählten Schwerelosigkeits-Stofftier «Rise» steckt auch eine Speicherkarte mit tausenden Namen - eingeschickt in den vergangenen Monaten von Menschen aus aller Welt, die so zumindest als Name auf einer Speicherkarte um den Mond herum fliegen wollen.Schwerelosigkeits-Maskottchen nicht aus Deutschland
Bildnachweis: © Jennifer Briggs/ZUMA Press Wire/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Vor geplanter Nasa-Mondmission – Crew in Cape Canaveral
Kommende Woche soll die krisengeplagte Mondmission «Artemis 2» endlich starten - und die Crew ist bereit. Ein Maskottchen aus Deutschland hat es allerdings nicht an Bord geschafft.
Meistgelesene Artikel
- 7. Oktober 2026
Lagerverkauf-Finale: Berkemeier in Beckum räumt die Lagerhallen
Vier Wochen bleiben noch für Möbel-Schnäppchen.
- 28. September 2026
Polizei ermittelt nach Fund eines toten Säuglings in Beckum
Jeder Hinweis kann auf Wunsch diskret behandelt werden.
- 1. Oktober 2026
Neue Details zum Fund des toten Säuglings in Beckum
Diesmal geht es auch um Gegenstände!
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. Oktober 2026
Was vier Riesenspiegel auf der Insel La Palma suchen
Ein Fehlalarm bei der Suche nach verbotenen Atomtests führte Wissenschaftler zu einem Signal aus dem All. Auf La Palma fangen nun vier riesige Spiegel ein schwaches blaues Leuchten ein. Was verrät es?
- 15. Oktober 2026
Neue Therapie gegen tödliche Krebsform – Was bringt sie?
Ein neues Medikament verlängert laut einer Studie das Leben von Menschen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs, verspricht aber keine Heilung. Nun ist die Zulassung in Europa ein Stück näher.
- 15. Oktober 2026
Brustkrebs-Früherkennung schon ab 45 Jahren
Bisher können rund 14,5 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren am Brustkrebs-Screening teilnehmen - künftig sollen es mehr werden.





