29. Juli 2026 / Aus aller Welt

Vibrionen-Infektionen: Bisher schon zwei Todesfälle in 2026

Die Saison für die in Süß- und Salzwasser vorkommenden Bakterien sei dieses Jahr früh gestartet, teilt das RKI mit. Die Fallzahl liege aktuell bereits deutlich höher als in den Vorjahren.

Vibrionen sind natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vorkommende Bakterien. Mit sommerlicher Hitze steigt das Risiko für Vibrionen-Infektionen. (Symbolbild)

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in diesem Jahr bislang zwei Todesfälle nach in Deutschland erworbenen Vibrionen-Infektionen registriert. Insgesamt seien 17 Fälle erfasst worden, die die entsprechenden Kriterien erfüllten, teilte das RKI auf Anfrage mit.

Bei den beiden Todesfällen handele es sich jeweils um «hochaltrige» Menschen. Unter den 17 von Infektionen Betroffenen seien 10 Männer und 7 Frauen im Alter zwischen 3 und 95 Jahren (das Medianalter liege bei 70). Angaben zu Vorerkrankungen und offenen Wunden lägen dem RKI nur lückenhaft vor und würden nicht ausgewertet.

RKI: Saison in diesem Jahr früh gestartet

Vibrionen sind natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vorkommende Bakterien. Mit sommerlicher Hitze steigt das Risiko für Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee. Bei Wassertemperaturen über 20 Grad können sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts Vibrionen in Oberflächengewässern stark vermehren.

In diesem Jahr sei eine vergleichsweise frühe Saison hierzulande erworbener Vibrionen-Infektionen zu beobachten, teilte das RKI mit. Bis zum 12. Juli dieses Jahres hat das Institut nach eigenen Angaben bereits 14 Fälle gezählt - in den drei Vorjahren seien es zu diesem Zeitpunkt deutlich weniger gewesen (2023: 1 Fall, 2024: 9 Fälle und 2025: 4 Fälle). Todesfälle habe es in den drei Vorjahren insgesamt jeweils 1-2 gegeben.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Berliner Gesundheitsämter einen Todesfall nach einer Vibrionen-Infektion registriert hatten; der Mensch hielt sich nach Angaben der Behörden vor Symptombeginn in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee auf.


Bildnachweis: © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
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