Bei einem Brand in einer österreichischen Klinik sind drei Patienten ums Leben gekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das nächtliche Feuer in einem Zimmer des Landesklinikums Mödling bei Wien am Dienstag von einer Zigarette ausgelöst wurde. Für die drei Männer in dem Raum sei jede Hilfe zu spät gekommen, sagte Matthias Hofer, Sprecher der Landesgesundheitsagentur (LGA), zur Nachrichtenagentur APA. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, deuteten die Spuren darauf hin, dass der Glimmbrand vom Bett eines 75-jährigen Patienten ausging, der als starker Raucher bekannt war. Ein technischer Defekt als Brandursache sei nicht festgestellt worden, hieß es. Der Mann sowie zwei Zimmergenossen im Alter von 78 und 81 Jahren starben. Eine Frau erlitt leichte Verletzungen. Ursprünglich war die LGA von etwa 20 Leichtverletzten ausgegangen. Der Feueralarm wurde um 1.00 Uhr ausgelöst. «Dieser Brand dürfte sich sehr rasch mit einer großen Intensität im Raum ausgebreitet haben. Die ganze Station war innerhalb kürzester Zeit verraucht», sagte Hofer dem Sender ORF. Rund 170 Feuerwehrleute rückten zu dem großen Krankenhaus aus und beendeten ihren Löscheinsatz nach etwa zwei Stunden. Wegen des Rauchs mussten rund 90 Patienten verlegt werden. Außerdem wurde am Dienstag der Operationsbetrieb eingestellt, da die fünf OP-Säle des Krankenhauses vorübergehend nicht benützbar waren. Das Landesklinikum Mödling verfügt über fast 340 Betten und versorgt jährlich rund 34.000 stationäre Patienten.
Bildnachweis: © Matthias Stur/PRESSESTELLE BFK MÖDLING/APA/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Zigarettenspuren nach Klinik-Brand mit drei Toten
Drei Männer kommen bei einem Brand in einer Klinik ums Leben, eine Frau wird leicht verletzt. Die Ermittler haben nun einen Patienten im Visier, der als starker Raucher bekannt war.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Christian Heickmann wird neuer Feuerwehrchef in Beckum
Am 17. April übernimmt Christian Heickmann die Leitung der Feuerwehr. Sein Weg begann früh und führt ihn nun an die Spitze.
Stadt bittet um Hinweise
Millionen-Deal mit S04 deutet sich an
Weitere Artikel derselben Kategorie
Das war es nun mit «Timmy»: Eine private Initiative wollte dem mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal ein weiteres Leben in Freiheit im offenen Meer ermöglichen. Doch daraus wurde nichts.
- 16. Mai 2026
Ebola im Kongo: 13 Fälle seltener Variante bestätigt
Bei einem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika weisen Labortests eine seltene Variante der tödlichen Fieberkrankheit auf. Für diese gibt es laut WHO keinen zugelassenen Impfstoff.
Ein Buckelwal verirrt sich in der Ostsee. Über mehr als zwei Monate hält das Schicksal des großen Tieres die Menschen in Atem. Ein Happy End bleibt aus.





