14. November 2023 / Aus aller Welt

Schüsse in Fußgängerzone - Polizei stoppt bewaffneten Mann

Schüsse mitten in der Fußgängerzone: Polizisten haben in Gummersbach einen Bewaffneten gestoppt. Auch eine Passantin wird angeschossen. Dabei ging es zunächst um einen simplen Ladendiebstahl.

Polizeibeamte untersuchen unter einem Zeltdach den Tatort in Gummersbach.

Polizisten haben mitten in einer Einkaufsstraße in Gummersbach bei Köln mehrmals auf einen bewaffneten Mann geschossen. Der 30-Jährige habe zuvor einen Beamten mit einem Messer im Gesicht verletzt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft. Der 30-jährige kam ins Krankenhaus und sei in einem kritischen Zustand. Auch eine unbeteiligte Passantin wurde von einer Kugel getroffen - sie habe eine Schussverletzung im Oberschenkel erlitten.

Die Polizisten seien am Dienstagmittag in einen Supermarkt gerufen worden. Dort hätten die Einsatzkräfte den 30-Jährigen nach einer Anzeige überprüfen wollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es sei um räuberischen Diebstahl gegangen, schrieben die Ermittler, ohne Details zum Geschehen in dem Supermarkt zu nennen.

Wie die Situation dann eskalierte, dazu äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. Weitere Angaben wollen sie erst nach der Auswertung von Videoaufzeichnungen machen. Damit sei frühestens an diesem Mittwoch zu rechnen.

Einsatz in der Nähe des Bahnhofs

Augenzeugen berichten dem «Kölner Stadt-Anzeiger», ein Mann sei von Polizeibeamten verfolgt worden. Polizisten hätten versucht, ihn mit einem Stuhl zu stoppen. Schließlich seien Schüsse gefallen. Der «Bild» berichtete eine Zeugin: «Wir hörten draußen Schreie und sahen, wie Menschen aufgeregt auf der Straße herumliefen. Dann sah ich die Polizei und dann einen Mann mit einem Gegenstand in der Hand, der wie ein Messer aussah.»

Der Einsatzort liegt nicht weit vom Gummersbacher Bahnhof. Im direkten Umfeld liegen Geschäfte und Cafés. Bei vielen Menschen in der Stadt sorgte der Einsatz deshalb für Aufregung. Die Polizei machte aber schnell klar, dass keine Gefahr mehr für Unbeteiligte bestehe.

Am Nachmittag war der Tatort vor einem Backshop abgesperrt, Spezialisten der Spurensicherung waren vor Ort. Patronenhülsen lagen auf den Pflastersteinen. In den Schaufenstern des Backshops waren Einschusslöcher zu erkennen. Ein Zelt sollte mögliche Spuren vor dem starken Regen schützen. Weil die Beamten der Polizei Gummersbach bei dem Einsatz ihre Dienstwaffen eingesetzt hatten, übernahm die Polizei Köln die weiteren Ermittlungen. In den sozialen Netzwerken kursierte ein Video, das den Einsatz zeigen soll. Die Polizei bestätigte lediglich, dass das Video bei den Ermittlungen bekannt sei.


Bildnachweis: © Henning Kaiser/dpa
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