20. Februar 2025 / Aus aller Welt

RKI: Höhepunkt der Grippewelle wahrscheinlich erreicht

Die Zahl der akuten Atemwegsinfektionen ist zuletzt nicht mehr gestiegen. Krank sind trotzdem noch sehr viele.

In Deutschland leiden derzeit rund 7,5 Millionen Menschen an einer akuten Atemwegsinfektion (Symbolbild).

Der Höhepunkt der Grippewelle scheint nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreicht zu sein. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist in der Woche vom 10. bis zum 16. Februar im Vergleich zur Vorwoche relativ stabil geblieben, wie aus einem aktuellen Bericht zu akuten Atemwegsinfektionen hervorgeht. Das Niveau an Krankheitsfällen ist aber nach wie vor hoch. 

Rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden den Experten zufolge derzeit an einer akuten Atemwegsinfektion. Viele davon haben eine Grippe. «Influenzaerkrankungen werden in allen Altersgruppen verzeichnet», so das RKI.

Krankenhauseinweisungen gehen zurück

Die Zahl der Menschen, die wegen einer akuten Ateminfektion ins Krankenhaus mussten, ist in den meisten Altersgruppen gesunken. Gut ein Drittel der Betroffenen kam wegen eines schweren Influenza-Verlaufs in eine Klinik. Auch bei Schulkindern habe es insgesamt einen Rückgang gegeben, allerdings liege die Zahl der schwer verlaufenden Fälle nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. 

«Wenn das Kind schwer Luft kriegt, nicht mehr genug isst, das Fieber nach mehreren Tagen nicht runter geht oder der Allgemeinzustand sich verschlechtert, sollten sie auf jeden Fall zum Arzt», riet der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie Tobias Tenenbaum kürzlich.

RKI empfiehlt Masketragen

Wer Symptome einer akuten Atemwegsinfektion habe, sollte drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Symptomatik zu Hause bleiben, rät das RKI. Während dieser Zeit sollte der direkte Kontakt zu Personen vermieden werden, vor allem zu Menschen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, zum Beispiel ältere Menschen. «Menschen mit akuten Atemwegssymptomen sollten eine Maske zum Fremdschutz tragen.»

Auch Menschen, die sich vor einer Infektion schützen wollen, empfiehlt das RKI das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Innenräumen. Die Impfungen gegen Covid-19, Influenza, RSV und Pneumokokken sollten gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geschehen.


Bildnachweis: © Bernd Weißbrod/dpa
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